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Rock am Kauf Park „Lange auf Akkorden herumgeritten“
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17:48 28.07.2009
„Dead Horse and the incredible Ponies“: G. Schröder, B. Dietrich, M. Ullrich, S. Carstens, D. Ristau, G. Willms (von links).
„Dead Horse and the incredible Ponies“: G. Schröder, B. Dietrich, M. Ullrich, S. Carstens, D. Ristau, G. Willms (von links). Quelle: CR
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Dead Horse and the incredible Ponies“ halten sich nicht an typische Bandklischees: Ihr Name ist nicht unbedingt eingängig, ihr Proberaum nicht eng und stickig. Und mit ihren drei Gitarren ist ihre Formation eher ungewöhnlich instrumentiert.

Sängering Bianca Dietrich sitzt neben ihren Bandkollegen im Grünen. Die ehemaligen St. Martini Kirche in Moringen ist im Hintergrund zu sehen. Bassistin Silke Carstens wohnt hier mit ihrem Ehemann und dem drei Monaten jungen Artur – oder „A-Dur“ wie er innerhalb der Band liebevoll genannt wird. Musikerhumor. „Wegen Artur proben wir vorerst hier“, sagt Carstens: direkt neben dem 850 Jahre alten Turm der Kirche. Rock trifft hier nicht Klassik, sondern Historie.

Zweimal pro Woche proben die Ponies hier. Gemeinsam entstehen dann ihre Songs. „Bibi ist begnadet“, sagt Gerald Schröder über Dietrich. „Melodie und Texte fallen ihr einfach zu.“ Und das auf Englisch – „eine leicht gesprochene Sprache“, wie sie erklärt. Nur ein Lied singt sie auf deutsch. Das ist gleichzeitig eines der ruhigeren. Die wunderbar weiche Stimme von Dietrich funktioniert nicht nur in den balladesken Teilen des Stückes sondern auch, wenn ihre Bandkollegen aufdrehen und die drei Gitarren zum Klingen bringen. „Jammern können wir auch“, sagt Dietrich lachend, auf die Stilrichtung angesprochen. Wollen sie aber eigentlich nicht.

Freunde und Band

Der Name der Ponies sei vor ihrer Zeit entstanden, sagt Dietrich. „Beim Jammen sind sie lange auf Akkorden herumgeritten.“ Der Weg zum Bandnamen war damit geebnet: Akkorde, reiten: totes Pferd. Seit zwei Jahren exisitiert die Band nun in dieser Formation. Die Mitglieder kennen sich allerdings teilweise schon seit der Schulzeit und früher. Dietrich singt, Carstens ist am Bass, Daniel Ristau am Schlagzeug, Georg Willms, Gerald Schröder und Markus Ullrich an den drei Gitarren. „Wir sind eine Band aus Freunden“, sagt Schröder und denkt dabei mit Sicherheit an die ungewöhnliche Anzahl der Gitarristen. „Man muss sich nur in die Augen schauen und weiß, was los ist.“

Podcast und Video.

Von Florian Heinz

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