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Rock am Kauf Park Reibereien erzeugen Energie fürs Songschreiben
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18:46 29.07.2011
Freunde ausgefeilter Arrangements: Stefan Ringe, Wilke Brandt, Alex Brandt, Jens Lübben (v. l.) sind „Salacious’ Monkeys“.
Freunde ausgefeilter Arrangements: Stefan Ringe, Wilke Brandt, Alex Brandt, Jens Lübben (v. l.) sind „Salacious’ Monkeys“. Quelle: CR
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Dass bei Rock am Kaufpark erwartungsgemäß viel mehr Publikum vor der Bühne stehen wird, freut Gitarrist Stefan Ringe. Ringe (23) und Lübben (24) sind gemeinsam mit Gitarrist und Sänger Wilke Brandt (23) Gründer der „Salacious’ Monkeys“. Im März 2010 wurden die drei während ihrer Suche nach einem fähigen Schlagzeuger auf einen Aushang von Alex Brandt (23) aufmerksam. Der Schlagzeuger hatte sich seinerseits auf die Suche nach einer neuen Band gemacht. Nach ihrem ersten Treffen war den vier Musikern, die alle aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands zum Studium (zwei Chemie, Bio, Philosophie) nach Göttingen gezogen sind, klar, dass die Band vollständig war.

Blues, Metal, Funk, Progressive Rock, Punk, Rap – jeder der „Salacious Monkeys“ bringt seine eigenen musikalischen Vorlieben mit in die Band ein. Bei einem Besuch im Proberaum hört man diese Vielfalt heraus, und dass die Mischung nicht in ein musikalisches Durcheinander führt. „Wir wollen musikalisch unangepasst sein“, sagt Schlagzeuger Brandt. Natürliche würden die geschmacklichen Unterschiede auch zu Reibereien führen. „Aber das setzt viel Energie frei, die wir in unsere Songs einbauen“, so Brandt.

16 Songs haben die „Salacious’ Monkeys“ seit ihrer Gründung geschrieben, eine passable Anzahl. Sie achten stets auf ausgefeilte Arrangements. Da wechseln sich Double-Bass-Attacken mit groovigen Funk-Rhythmen ab, anspruchsvolle Taktwechsel und melodische Parts verzahnen sich zu einer homogenen musikalischen Masse.

„Wilke schreibt Texte, die anderen schleppen Ideen in den Proberaum, und da wird dann alles verwurstet“, beschreibt Gitarrist Ringe den Entstehungsprozess der Songs. „Oft bleibt von den Ideen am Ende nichts mehr über“, verdeutlicht er, wie intensiv an den Songs gearbeitet wird. Worum geht es in den Texten? „Ich schreibe über Sachen, die mich stören, über die angepasste Gesellschaft“, erklärt Wilke. Dabei vergesse er nicht, auch einen kritischen Blick auf sich selbst zu werfen.

Neben dem Spaß an der Musik steht für die Musiker, die vor den „Salacious’ Monkeys“ in anderen Bands aktiv waren, noch etwas anderes auf der Band-Agenda: Drummer Brandt möchte gerne ein Album aufnehmen – eines, das anderen Musikern glückliche Momente beschert, so wie auch er sie beim Musikhören erlebe. Wilke Brandt träumt von einem Auftritt auf einem großen Festival, also dort, „wo die Leute auch zelten“. Und Gitarrist Ringe möchte vor großem Publikum spielen – dieser Wunsch wird ihm bei Rock am Kaufpark bereits erfüllt.

Von Björn Dinges