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Weltweit Auf Entdeckertour: So spielt sich „Discover“
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16:00 28.04.2019
„Discover“ ist ein Gesellschaftsspiel, das die Entdeckung schon im Namen trägt. Quelle: Hersteller
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Leipzig

Entdecke die Möglichkeiten! Bei Brettspielen sind heute Dinge möglich, die man lange für undenkbar hielt: Spiele, die sich selbst vernichten, wie die „Exit“-Bestseller. Spiele, die sich von Partie zu Partie verändern, wie das hochgelobte „Pandemic Legacy“.

Und jetzt gibt es ein Spiel, bei dem jedes einzelne Exemplar unterschiedlich ist und bei denselben Regeln unterschiedliche Komponenten hat. „Unique Games“ nennt sie der Verlag Fantasy Flight Games und veröffentlicht mit „Discover“ ein Gesellschaftsspiel, das die Entdeckung schon im Namen trägt.

Von einem Lager aus erforschen die Spieler eine Landschaft, von der sie anfangs nur einen Teil kennen. Aktionen werden durch Ausdauerpunkte bezahlt, die man auf einer Charaktertafel festhält. Man kann sich zum Beispiel bewegen, neue Landschaftsteile aufdecken, einzelne Felder erforschen.

Von einem Lager aus erforschen die Spieler eine Landschaft, von der sie anfangs nur einen Teil kennen. Quelle: Hersteller

Fünf (recht rudimentär erzählte) Szenarien sind enthalten. Welche das sind, unterscheidet sich von Spiel zu Spiel. So enthält jedes „Discover“-Exemplar nur zwei von sechs Landschaftstypen, nur zwölf von 36 unterschiedlichen Spielercharakteren – 300 000 mögliche Zusammensetzungen des Materials sind es insgesamt.

Die erste Partie „Discover“ ist toll. Während man Stück für Stück die Landschaft entdeckt, stellt sich wirklich ein Entdeckergefühl an. Beim nächsten Szenario in derselben Landschaft kennt man diese leider schon – und fühlt sich trotzdem nicht ausreichend vorbereitet.

Plötzlich werden unscheinbare Symbole oder Kennwörter auf den Karten relevant – wer die übersieht (was leicht passiert), wird scheitern. Man schafft es dann zwar im nächsten Anlauf, aber dann fühlt es sich schon repetitiv an.

„Discover“ reißt nur an, was es hätte sein können

Also grübelt man, was hätte gewesen sein können mit einem Spiel mit anderen Komponenten. Und was, wenn sich beim nächsten Exemplar doch nur die Charaktere unterscheiden? „Discover“ reißt nur an, was es hätte sein können. Statt des Reizes des Unbekannten stellt sich das Gefühl ein, dass etwas fehlt. Hier entdeckt man nicht die Möglichkeiten; man fühlt sich ihrer beraubt.

Ganz anders übrigens das andere „Unique Game“, das Fantasy Flight derzeit im Angebot hat: „KeyForge“ von Richard Garfield. Er hat einst mit „Magic: the Gathering“ das Genre der Sammelkartenspiele erfunden.

Bei seinem neuen Kartenduell verzichtet er auf den Sammelaspekt: Jeder Spieler bekommt ein individuelles Deck, mit dem er klarkommen muss. Und Garfield verzichtet auf eine Spielgeschichte – bei einem „Unique Game“ die richtigere Entscheidung.

Spielwiese Discover Sonntag Quelle: Hersteller

Info: Cory Knieczka: „Discover“. Fantasy Flight Games, für einen bis vier Spieler ab zwölf Jahren, etwa 50 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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