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Weltweit Doppelerfolg für die Musikhochschule
Nachrichten Kultur Weltweit Doppelerfolg für die Musikhochschule
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19:16 20.01.2015
Von Daniel Alexander Schacht
Einsatz für Gesang: Christian Haferkorn, Susanne Rode-Breymann, Roman Trekel. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

„Das wird eine besonders reizvolle Auseinandersetzung mit vielen jungen Künstlern“, sagt Roman Trekel zu seinem Engagement in Hannover, und fügt lächelnd hinzu: Hier gibt es ganz viele ganz tolle Leute.“ Der Bariton spricht von Gesangsstudierenden der Hochschule für Musik und Theater, an der er seit gestern Professor für Gesang ist.

Die Musikhochschule hat damit einen Starsänger von internationalem Rang für die Gesangsausbildung gewonnen. Immerhin ist der 52-Jährige seit 1988 an der Berliner Staatsoper unter den Linden. Er war auf den großen Opernbühnen der Welt zu Gast, tritt in diesem Jahr in Paris in der „Zauberflöte“ auf, konzertiert in Valencia und singt bei der Neuinszenierung von Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ an der Berliner Oper. Seit 1989 lehrt Trekel überdies an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“.

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Etwas Besonderes ist diese Professur nach den Worten von Hochschulpräsidentin Susanne Rode-Breymann nicht nur, weil es nicht einfach ist, hochkarätige aktive Sänger für die künstlerische Ausbildung zu finden. Ungewöhnlich sei vor allem, dass es sich um eine Stiftungsprofessur handelt. „Stiftungen fördern meist Projekte, selten aber Personalstellen, für die in der Regel der Staat aufkommen sollte.“ An den gut anderthalb Dutzend deutschen Musikhochschulen seien Stiftungsprofessuren höchst selten. „Es gibt davon bestimmt keine zehn in Deutschland.“

Finanziert wird Trekel durch die Walter-und-Charlotte-Hamel-Stiftung, die sich seit ihrer Gründung vor zehn Jahren für Musikförderung einsetzt. Die Förderung besonders begabter Gesangsstudierender in konzentrierten Workshops, wie sie bei dieser Stiftungsprofessur vorgesehen ist, wäre nach Einschätzung von Stiftungsvorstand Christian Haferkorn „so staatlich überhaupt nicht zu haben“.

Als Erfolg kann Rode-Breymann auch die weitere Förderung des Forschungszentrums Musik und Gender verbuchen. Die Mariann-Steegmann-Foundation, die das Zentrum bereits seit 2006 mit 1,5 Millionen Euro unterstützt hat, hat der Hochschule eine weitere Förderung mit einem Volumen von 1,9 Millionen Euro bis 2026 zugesagt.

Die Schweizerin Mariann Steegmann hat sich mit ihrer Stiftung das Ziel gesetzt, Frauen in Musik und Kunst zu fördern, und finanziert daher außer dem Forschungszentrum an der Musikhochschule ein nach ihr benanntes Institut für Kunst und Gender an der Universität Bremen. „Das Forschungszentrum Musik und Gender hat in den vergangenen Jahren immerhin 71 Publikationen hervorgebracht - und fünf Wissenschaftlerinnen, die dort tätig waren, sind inzwischen Professorinnen“, sagt Rode-Breymann und fügt hinzu: „Man kann auch sagen: Aus diesem Zentrum ist keine Forscherin hervorgegangen, die keine Professur erlangt hat.“

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