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Weltweit Dr. John ist tot: Trauer um den legendären Musiker
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06:42 07.06.2019
Dr. John. Quelle: Dave Martin/AP/dpa
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New Orleans

Der viele Genre übergreifende Musiker und mehrfache Grammy-Gewinner Dr. John ist tot. Er starb am Donnerstagmorgen an einem Herzinfarkt, wie seine Familie mitteilte. Er wurde 77 Jahre alt.

Dr. John, mit bürgerlichem Namen Mac Rebennack, kam aus New Orleans. Seine Musik wird als eine Mischung aus verschiedenen musikalischen Stilen beschrieben, darunter R'n'B, Blues und Rock. Voodoo und okkulte Mystik faszinierten ihn. Seine gruseliges Debüt „Gris-Gris“ kombinierte R'n'B mit psychedelischem Rock und erschreckte Hörer mit unheimlichen Andeutungen von außerweltlicher Magie. Sein Song „Right Place, Wrong Time“ schaffte es unter die besten zehn in den Charts. Er gehörte zu den Musikern, die in die legendäre Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen wurden.

Dr. John trat seit 2017 nicht mehr in der Öffentlichkeit auf

Als Teenager spielte Dr. John Gitarre und Keyboard in einer Reihe von Bands und machte das legendäre Studio Cosimo Matassa zu seiner zweiten Heimat. Nachdem er die Highschool verlassen hatte, widmete er sich ausschließlich der Musik. Drogen und Kleinkriminalität waren ihm vertraut, sein Leben war rasant. Er spielte in Stripclubs, Auditorien, Raststätten und Hühnerställen. Als junger Mann saß er ihm Gefängnis. Bei einem Vorfall mit einer Schusswaffe 1961 in Jacksonville, Florida, verlor er seinen linken Ringfinger.

Er spielte mit seiner Band The Grateful Dead in Martin Scorceses Dokumentation „The Last Waltz“, jammte auf dem Rolling-Stones-Album „Exile on Main Street“ und arbeite mit vielen anderen Künstlern zusammen, darunter Earl King, Van Morrison und James Booker.

Seit Ende 2017 wurde er nicht mehr häufig in der Öffentlichkeit gesehen. Damals sagte er einige Auftritte ab. Seine Pressesprecherin Karen Beninato hatte im vergangenen Jahr in einem Interview gesagt, er ruhe sich in seinem Haus in New Orleans aus. Die Familie dankte allen, „die seine einzigartige musikalische Reise begleitet“ hatten, und bat um Privatsphäre.

Von RND/AP