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Weltweit „Plötzlich Familie“ – Slapstick und Herzenswärme
Nachrichten Kultur Weltweit „Plötzlich Familie“ – Slapstick und Herzenswärme
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06:00 28.01.2019
Annäherung: Juan (Gustavo Quiroz) und Pete (Mark Wahlberg). Quelle: Paramount
Hannover

Sie sind kleine Leute mit einem wunderschönen Berner Sennenhund und und großen Herzen. Die Berufsrenovierer Pete (Mark Wahlberg) und Ellie (Rose Byrne) wollen ihr Heim mit Kinderlachen anfüllen. Sie finden die Website einer Kinderadoptionsstelle und können gar nicht anders, als die 15-jährige Lizzie (Isabela Moner) und ihre beiden Geschwister Juan (Gustavo Quiroz) und Lita (Julianna Gamiz) aufzunehmen.

Sean Anders bringt Familienwirbel gern auf Hurrikanstärke

Was das Kinderlachen betrifft, gehen sie freilich erstmal leer aus: Die kleine Lita sagt mit Vorliebe „Nein“, Juan ist ein Unglücksrabe vor dem Herrn, und Lizzie pubertiert wie besessen. Für Eltern nie komisch.

Sean Anders bringt in seinen Filmen gern den ganz normalen Wirbel, der in jeder Familie wirbelt, auf Hurrikanstärke, davon zeugen ziemlich anstrengende Komödien wie „Der Chaos-Dad“ mit Adam Sandler oder die zwei „Daddy’s Home“-Filme mit Will Ferrell und Wahlberg.

Regisseur Sean Anders arbeitet eigene Erfahrungen in den Film ein

In „Plötzlich Familie“ jedoch arbeitet der Regisseur und Autor seine eigenen Familienerfahrungen mit ein, und so bekommt sein Film einen ernsteren Unterton. „Plötzlich Familie“ birgt Herzenswärme, wo Anders bislang eher der „Ätsch, Ätsch, ausgelacht“-Typ war. Der Film zeigt, dass sich Adoptivfamilien erstmal kantig, spitz und fremd anfühlen. Die beiden Frauen vom Adoptionskurs und der Adoptionselternselbsthilfegruppe (herausragend: Octavia Spencer, Tig Notaro) kommen kaum nach mit dem Wogenglätten.

Bis die Kinder „Mama“ und „Papa“ sagen, ist noch jede Menge Zeit für einige Turbulenzen und das 08/15 des Slapstickkinos. Ein paar Mal lässt Anders dabei das Taktgefühl im Stich. Meistens lacht man aber. Siehste wohl! Geht doch!

„Plötzlich Familie“, Regie: Sean Anders, mit Mark Wahlberg, Rose Byrne, 118 Minuten, FSK 6

Von Matthias Halbig / RND

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