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Weltweit „Lieber Antoine als gar keinen Ärger“: Romantiker im Schleudergang
Nachrichten Kultur Weltweit „Lieber Antoine als gar keinen Ärger“: Romantiker im Schleudergang
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06:00 23.10.2019
Resozialisierung: Kommissarin Yvonne (Adèle Haenel) und Antoine (Pio Marmaï ). Quelle: -/Neue Visionen Filmverleih/dpa
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An der französischen Riviera prangt auf einem Denkmal ein Kerl mit Knarre in der Hand: Jean Santi galt als vorbildlicher Polizist. So erzählt es seine Witwe Yvonne (Adèle Haenel), ebenfalls Polizistin, ihrem Sohnemann in Gute-Nacht-Geschichten. Bis sie erfährt, dass der Verblichene korrupt war und auch schon mal einen Unschuldigen statt seiner in den Knast brachte – Antoine (Pierre Marmaï), der für einen Juwelenraub acht Jahre einsaß.

Nach seiner Entlassung will Yvonne ihm helfen, ohne ihre Identität preiszugeben. Doch spürt der Ex-Häftling nun unbändige Lust, gegen jegliche Gesetze zu verstoßen.

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Regisseur Pierre Salvadori kümmert sich in „Lieber Antoine als gar keinen Ärger“ nicht um politisch korrekte Regeln, wechselt souverän von leichtfüßiger Romantik zu skurriler Situationskomik, von tiefem Sinnieren über Schuldgefühle zu rasanter Action. Eine explosive Gratwanderung zwischen Ironie und Gewalt, in der Polizistin und verwirrter Held emotional ins Schleudern kommen.

Bei diesem Loblied auf Irrsinn und Verbrechen amüsiert man sich köstlich. Wohl wissend, wie trist eigentlich alles ist.

„Lieber Antoine als gar keinen Ärger“, Regie Pierre Salvadori mit Adèle Haenel, Pio Marmaï , 107 Minuten, FSK 16

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Von Margret Köhler/RND

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