Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Weltweit Linda Ronstadt: Erstes Livealbum ihrer Karriere
Nachrichten Kultur Weltweit Linda Ronstadt: Erstes Livealbum ihrer Karriere
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:03 04.01.2019
Eine von Amerikas Großen: Die Rock- und Countrysängerin Linda Ronstadt veröffentlicht zum ersten Mal eine ihrer Liveaufnahmen. Quelle: Jim Shea
Tucson

In den Siebzigerjahren waren die Charts voll mit Linda-Ronstadt-Hits. Die in Arizona geborene Sängerin (72), Urenkelin eines deutschen Einwanderers aus Hannover, sang mit glockenheller Stimme Countrysongs mit Rock’n’Roll-Einschlag, coverte Songs von Roy Orbison („Blue Bayou“) und den Rolling Stones („Tumblin‘ Dice“) und brachte mit „It Doesn’t Matter Anymore“, „That’ll Be The Day“ und „It’s so Easy“ den 1959 tödlich verunglückten Buddy Holly zu neuen Ehren.

Das Konzert präsentiert Ronstadt auf dem Höhepunkt ihrer Karriere

Mehr als zwei Dutzend Studioalben nahm sie zwischen 1968 und 2006 auf. 2013 gab die an Parkinson erkrankte Sängerin das Ende ihrer Karriere bekannt, ohne je ein Livealbum veröffentlicht zu haben.

Was sich jetzt mit der Konzertscheibe „Live in Hollywood“ ändert. Zwölf Songs aus einem Konzert, das Ronstadt 1980 für ein Special des TV-Senders HBO aufnahm, werden am 1. Februar 2019 auf CD und Vinyl gereicht. Die Musik des Albums wird am selben Tag auch über digitale Portale und Streamingdienste erhältlich sein.

Das Konzert wurde am 24. April 1980 in den Television Center Studios in Hollywood aufgenommen und präsentiert Ronstadt auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Während des Konzerts wurde sie von einer herausragenden Band begleitet, zu der die Gitarristen Kenny Edwards und Danny Kortchmar, der Drummer Russ Kunkel, Bassist Bob Glaub, Keyboarder Billy Payne (Little Feat), Pedalsteel-Gitarrist Dan Dugmore und die Background-Vokalistin Wendy Waldman gehörten.

In Ronstadts Band sang der Beinahe-Schwager von Paul McCartney

Komplettiert wurde die Band von Peter Asher – ehemals Mitglied des Popduos Peter & Gordon („A World Without Love“) und Beinahe-Schwager von Paul McCartney. Asher war damals Percussionist und sang Backgrounds.

Zu hören gibt es neben Ronstadt-Hits wie „Hurt so Good“, „It’s so Easy“ und „Poor, Poor Pitiful Me“ auch ein sechsminütiges Jammen über ihrem Hit „You’re no Good“ (im Original von Dee Dee Warwick, der Schwester von Dionne Warwick.

John Boylan, der Live In Hollywood produzierte, offenbarte, dass das Album fast nicht zustande gekommen wäre, weil weder HBO noch Ronstadt noch das Plattenlabel Rino Records wussten, wo die Mastertapes geblieben waren. Schließlich war es ein Gespräch mit einem Tontechniker von Rhino Records auf der Tribüne einer Sporthalle während des Hockey-Trainings ihrer Söhne, die Boylan auf die richtige Spur zu den verloren geglaubten Tapes führte.

Die Mastertapes zu finden war wie ein Lottogewinn

In den Liner-Notes zum Album schreibt er: „Ich habe keine Ahnung, wie man die Wahrscheinlichkeit berechnet, die vermissten Tapes durch eine zufällige Begegnung bei einem Hockey-Training zu finden – aber sie muss astronomisch gering sein, etwa so gering wie ein Lottogewinn. Aber in diesem Fall von einem glücklichen Zufall ist jeder Linda-Ronstadt-Fan ein Lottogewinner.“

Linda Ronstadt: „Live in Hollywood“ (erscheint am 1. September)

Von RND/big

Der Tod kam an Silvester: Die Kuratorin der Wiesbaden Biennale wurde von einer riesigen Welle ins offene Meer gezogen. Am Hessischen Staatstheater herrscht Trauer um Maria Magdalena Ludewig.

04.01.2019

Die Erben des einstigen jüdischen Besitzers erhalten das Gemälde „Porträt einer jungen Frau“ aus der umstrittenen Sammlung Gurlitt zurück. Die Identität des Bildes konnte durch ein winziges Detail geklärt werden.

04.01.2019

Weiterhin wird alles Gold, was der Godfather of Deutschrock anfasst. Udo Lindenberg führt weiterhin die Albumcharts in Deutschland an. Auf Platz zwei folgt sein Kollege Herbert Grönemeyer mit „Tumult“.

04.01.2019