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Weltweit Locarno will Cannes und Co. die Schau stehlen
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11:39 02.08.2012
Jagd auf die Leoparden - das Filmfestspiel in Locarno will Cannes und Co. die Schau stehlen. Quelle: dpa
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Locarno

Das 65. Internationale Filmfestival Locarno hat am Mittwochabend mit der Uraufführung des Thrillers „The Sweeney“ begonnen. Der actionreiche britische Film ist von einer englischen TV-Serie der 70er Jahre inspiriert. Insgesamt zeigt das Festival bis zur Preisverleihung am 11. August fast 300 Filme in verschiedenen Sektionen. Hauptort ist die Piazza Grande, der mittelalterliche Marktplatz der Stadt auf Schweizer Seite des Lago Maggiore. Mehr als 8000 Zuschauer finden dort Platz.

Im Hauptwettbewerb um den Goldenen Leoparden ist Deutschland in diesem Jahr an zwei Beiträgen als Produzent beteiligt: dem Horrorfilm „Berberian Sound Studio“ des englischen Regisseurs Peter Strickland und dem Drama „Polvo“ des guatemaltekischen Regisseurs Julio Hernández Cordón.
Zum 65. Jubiläum setzt Olivier Père, der künstlerische Direktor des Festivals, auf Glanz und Glamour. Es sind so viele Stars angekündigt wie nie zuvor in Locarno. So wollen etwa Charlotte Rampling, Alain Delon und Alexandra Maria Lara kommen.

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Père will den drei wichtigsten europäischen Filmfestivals - Cannes, Berlin und Venedig - wohl ein bisschen die Schau stehlen. Bisher galt in Locarno über jahrzehntelang das Motto „Wir sind das kleinste der großen und das größte der kleinen Filmfestivals.“ Dazu sagte Père: „Einen neuen Slogan haben wir noch nicht, aber ich bin sicher, dass wir den bekannten bald ersetzen können. Ja, wir wollen mehr!“

Zum Auftakt des Festivals betonte Père, Locarno wolle „die vielfältigen Veränderungen und Neuerungen der Filmkunst in möglichst vielen Facetten spiegeln“. Er sagte: „Wir haben eine gute Position im Reigen der wichtigen Filmfestivals. Diese Position wollen wir nicht nur halten, wir wollen sie kräftigen und ausbauen.“

Als wesentlich bezeichnete Père in diesem Zusammenhang, dass das Festival „das junge Kino stärkt, indem wir versuchen, mit dafür zu sorgen, dass die Filme nicht nur auf unserem Festival laufen, sondern auch Verleiher finden, weltweit.“

dpa

Stefan Arndt 03.08.2012