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Weltweit Museen widmen sich Barock, Pop Art und Kunst aus Indien
Nachrichten Kultur Weltweit Museen widmen sich Barock, Pop Art und Kunst aus Indien
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17:36 02.01.2010
Quelle: ddp (Symbolbild)
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Von der mexikanischen Kultmalerin Frida Kahlo werden nie zuvor ausgestellte und lange verschollen geglaubte Arbeiten präsentiert.

Die Frida-Kahlo-Retrospektive ist vom 30. April bis 9. August im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen. Kahlo (1907-1954) erlangte Kultstatus, indem sie die farbige und lebensfrohe Kultur Mexikos mit eigenen traumatischen Erfahrungen verband. Die Berliner Ausstellung wird mit mehr als 120 Arbeiten die bisher umfassendste Werkschau sein. Die Leihgaben kommen aus mexikanischen Privatsammlungen, nordamerikanischen Museen und prominenten Sammlungen der USA.

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Im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin ist vom 23. Januar bis 24. Mai die Ausstellung „Walton Ford. Bestiarium“ zu sehen. Die großformatigen Tieraquarelle des 1960 geborenen US-Künstlers, die an Drucke französischer und britischer Illustratoren der Kolonialzeit erinnern, sind das erste Mal in Europa zu erleben.

Die Hamburger Kunsthalle vereint vom 12. Februar bis 9. Mai in „Pop Life Warhol, Haring, Koons, Hirst“ Werke von einigen der bekanntesten Künstler der vergangenen Jahrzehnte. Rekonstruiert wird Keith Harings „Pop Shop“, in dem er seine Graffiti wie eine Modekollektion vermarktete. Zu sehen sind auch Werke von Damien Hirst, die er bei Sotheby’s zu Rekordpreisen versteigerte.

In der Kunsthalle Emden sind vom 23. Januar bis 24. Mai unter dem Titel „Realismus - Das Abenteuer der Wirklichkeit“ Werke unter anderen von Gustave Courbet (1819-1877), Edward Hopper (1882-1967) und dem 1955 geborenen Andreas Gursky zu sehen. Rund 200 Werke aus Malerei, Fotografie, Videokunst und Grafik werden gezeigt.

Anlässlich seines 40. Todestages widmet die Schirn Kunsthalle Frankfurt dem Maler Uwe Lausen (1941-1970) mit „Ende schön alles schön“ vom 4. März bis 13. Juni eine große Einzelausstellung. Der 1941 geborene Autodidakt zählt zu den wichtigen Vertretern der figurativen Malerei der 1960er Jahre. Mit der Retrospektive wird sein Schaffen erstmals seit 1984 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg zeigt vom 11. Juni bis 19. September „Rubens, van Dyck, Jordaens - Barock aus Antwerpen“. Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens prägten die flämische Kunst des 17. Jahrhunderts. Antwerpen wurde damals zum bedeutenden Kunstzentrum.

Das Museum Folkwang in Essen widmet sich der ersten Metropole der Moderne: Paris zur Zeit des Impressionismus. Die Künstler, die zwischen 1865 und 1895 dort lebten, zeigen eine Großstadt in rasanter Verwandlung: Boulevards und Plätze, Bahnhöfe und Metro, Eiffelturm und Industrieanlagen. Zu sehen sind rund 80 Gemälde, etwa von Édouard Manet, Camille Pissarro und Claude Monet.

Im Städel Museum Frankfurt ist vom 23. April bis 25. Juli eine Retrospektive von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) zu sehen. Kirchner war Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Brücke“ und bedeutender Vertreter des Expressionismus. Sein Gesamtwerk würdigt das Städel nun mit der ersten, 170 Werke umfassenden Retrospektive in Deutschland seit 30 Jahren.

Die Staatsgalerie Stuttgart macht vom 6. März bis 20. Juni mit der Ausstellung „Brücke Bauhaus Blauer Reiter“ erstmals Werke aus der Sammlung Max Fischer öffentlich zugänglich. Seit den 1920er Jahren trug der Stuttgarter Unternehmer vor allem expressionistische Meisterwerke zusammen. Zu sehen sind Handzeichnungen von Kirchner, Holzschnitte von Edvard Munch, Ölgemälde von Max Beckmann, August Macke, Oskar Kokoschka und Emil Nolde.

Das Museum Ludwig in Köln präsentiert vom 5. Februar bis 22. August zum ersten Mal seit 20 Jahren die komplette Sammlung des russischen Malers Kasimir Malewitsch (1878-1935), die eine der international umfangreichsten ist.

Die Kultur- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn zeigt vom 11. Juni bis 3. Oktober in der Schau „Afghanistan. Gerettete Schätze“ die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul. Ende der 1970er Jahre entdeckten Archäologen in Afghanistan ein Gräberfeld aus der Zeit um Christi Geburt. In einigen Gräbern fand man spektakuläre Goldgegenstände. Mit 230 Exponaten zeigt die Schau diesen Kunstschatz, der Jahrzehnte des Krieges überstand.

Um die Kultur der indischen Maharajas dreht sich die Ausstellung „Maharaja: Pracht der indischen Fürstenhöfe“ in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung. München ist neben London der einzige Ort der ersten umfassenden Schau zu dem Thema. Viele Exponate kommen erstmals nach Europa und stammen aus Indiens Herrschersammlungen: Throne, eine Sänfte aus vergoldetem Silber, mit Edelsteinen besetzte Waffen und Turbanschmuck.

ddp

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Stefan Arndt 28.12.2009