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Weltweit Niedersachsen will Musiknachwuchs besser fördern
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17:32 28.05.2013
Gabriele Heinen-Kljajic (Bündnis90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen, und der Keyboarder und Gitarrist der Band "Wir sind Helden", Jens Eckhoff (l.), posieren mit der hannoverschen Band "Audio Circus". Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsens Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajić will das Potenzial von Rock- und Popmusik besser nutzen, um Kinder und Jugendliche für Kultur zu begeistern. «Auch jenseits der klassischen Kultur wollen wir Menschen kulturelle Bildungsangebote machen und sie zum aktiven Musizieren ermuntern», sagte Heinen-Kljajić (Grüne) am Dienstag. Das Landesministerium will deshalb die Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen (LAG Rock) in Zukunft finanziell unterstützen.

Rund 120.000 Euro pro Jahr sollen an die LAG Rock fließen. Damit finanziert der Verband Musikunterricht für Kinder und Jugendliche, coacht Nachwuchsbands und organisiert Konzerte, Festivals und Treffen. Im Zentrum steht das jährliche PopMeeting Niedersachsen, das in diesem Jahr am 18. und 19. Juni Musiker, Veranstalter und Labelmacher nach Osnabrück lädt.

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"So ein Treffen ist ideal für Nachwuchsbands, um sich gegenseitig auszutauschen und Ideen zu teilen", sagte Jens Eckhoff, der als Jean-Michel Tourette mit seiner Band Wir sind Helden einer der erfolgreichsten Musiker der vergangenen Jahre ist. "Es ist für junge Künstler heute viel schwieriger, sich zu etablieren. Da kann die Unterstützung durch Nachwuchsförderung wie der LAG Rock einiges bewirken."

Für Heinen-Kljajić ist es da nur selbstverständlich, die kulturelle Bildungsarbeit im Rock- und Popbereich zu verstärken. "Die Populärmusik hat den Vorteil, dass sie jeden sofort erreicht und anspricht", sagte Heinen-Kljajić. Klassische Musik und Oper würden dagegen viele Jugendliche erst einmal abschrecken. "Gleichzeitig geht es uns aber auch darum, die Jugendlichen mit der Arbeit bei der Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und die Lernfähigkeit zu fördern."

Auch Jens Eckhoff hat vor seinem Erfolg mit Wir sind Helden von einer ähnlichen Förderung profitiert. "Ohne die Unterstützung durch Profis am Anfang würde es uns gar nicht geben." Auf Millionen verkaufte Alben und zahlreiche ausverkaufte Touren können Wir sind Helden inzwischen zurückblicken. Auch Gabriele Heinen-Kljajić sieht neben dem pädagogischen Vorteil der musikalischen Bildung auch die Positionierung auf dem Kulturmarkt. "Wir sehen unsere Unterstützung schon als Kulturwirtschaftsförderung", sagte die Ministerin. "Schließlich wollen die Musiker ja auch irgendwann von ihrer Kunst leben."

dpa

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