Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Weltweit Freitag ist "FreiTag"
Nachrichten Kultur Weltweit Freitag ist "FreiTag"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:39 17.01.2015
Ein Aufsteller mit Hinweis auf den "FreiTag" am Freitag steht vor der Kestnergesellschaft in Hannover. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Um Hemmschwellen bei den Besuchern abzubauen, nehmen immer mehr Museen in Hannover freitags keinen Eintritt. Schon länger ist der Besuch des Sprengel Museums, Kunstvereins und Historischen Museums am Tag vor dem Wochenende kostenlos. Seit vergangener Woche hat sich die Kestnergesellschaft mit Unterstützung eines Sponsors der Aktion angeschlossen.

Hans Lochmann, Chef des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen, sieht darin eine gute Möglichkeit für die Häuser, sich neue Zielgruppen zu erschließen. "Gerade an einem besucherschwachen Tag wie dem Freitag hat das Sinn", sagte Lochmann. Etwa die Hälfte der 700 Museen in Niedersachsen und Bremen werden ehrenamtlich betrieben. Hier ist der Eintritt frei, die Gäste werden aber um eine Spende gebeten. Dies funktioniert aus Lochmanns Sicht gut.

Anzeige

Ansonsten handhaben es die Häuser sehr unterschiedlich: Die städtischen Museen in Braunschweig und Wolfsburg etwa nehmen überhaupt keinen Eintritt. Im Bremer Gerhard-Marcks-Haus ist immer der erste Donnerstag im Monat frei. Schon vor Jahren gab es politische Überlegungen, Kindern und Jugendlichen landesweit freien Eintritt zu gewähren. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg im Landkreis Harburg zum Beispiel müssen Besucher unter 18 Jahren generell nichts bezahlen, gleiches gilt für die städtischen Museen in Osnabrück.

Einen festen eintrittsfreien Tag gibt es in Osnabrück aber nicht. "Das ist mal überlegt worden, wurde dann aber wieder verworfen", sagte der Sprecher der städtischen Kultureinrichtungen, Heiko Mitlewski. Der Grund: Studien und die Erfahrungen aus anderen Städten zeigten, dass der Effekt, zusätzliches Publikum anzuziehen, relativ schnell wieder verpuffe. Stattdessen bieten die Osnabrücker Museen regelmäßig bei Sonderausstellungen eintrittsfreie Tage an, verbunden mit besonderen Angeboten wie etwa Lesungen. Auch Menschen, die nicht in der Stadt wohnen, dürfen ohne etwas zu bezahlen das Museum betreten, wenn sie in Begleitung von Osnabrückern kommen.

dpa

Weltweit Roman „3000 Euro“ - Ein bisschen am Rand
Martina Sulner 17.01.2015
Weltweit Jahresprogramm vorgestellt - Wilhelm-Busch-Museum zeigt Charlie Hebdo
Daniel Alexander Schacht 16.01.2015
Weltweit Rezitationsabend mit Klaus Maria Brandauer - Klaus Maria Brandauer liest in der Staatsoper
Jutta Rinas 16.01.2015