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Weltweit Nur 126 Dollar eingespielt – niemand will Kevin Spaceys neuen Film sehen
Nachrichten Kultur Weltweit Nur 126 Dollar eingespielt – niemand will Kevin Spaceys neuen Film sehen
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17:46 20.08.2018
Kevin Spaceys Film „Billionaire Boys Club“ kam am Wochenende in den USA in die Kinos – und floppte. Quelle: Matthias Balk/dpa
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Hannover

Im Trailer wirbt der Film „Billionaire Boys Club“ mit dem Acadamy-Award-Preisträger Kevin Spacey. Doch der Schauspieler hat in jüngster Zeit nicht unbedingt wegen seinen darstellerischen Fähigkeiten Schlagzeilen gemacht, ist in Hollywood zur unerwünschten Person geworden. Und auch beim Publikum fällt Spacey inzwischen gnadenlos durch.

Noch vor etwas mehr als einem Jahr war Kevin Spacey neben seinen anderen Erfolgen der gefeierte Hauptdarsteller der Serie „House of Cards“. Dann wurden im Herbst vergangenen Jahres die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn laut. Er soll in den USA und in Großbritannien Männer und Minderjährige sexuell belästigt haben. Im Film „Alles Geld der Welt“ wurden seine Szenen daraufhin kurzerhand mit einem anderen Schauspieler nachgedreht.

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Die Szenen mit Kevin Spacey konnten nicht mehr herausgeschnitten werden

Nur für ein Projekt war es zu spät: „Billionaire Boys Club“. Als der Film vor zweieinhalb Jahren gedreht wurde, waren die Vorwürfe gegen den Ex-Hollywood-Star noch nicht bekannt. Die Szenen konnten nicht mehr herausgeschnitten werden. Am Eröffnungswochenende saßen im Durchschnitt laut Hollywood Reporter nur sechs Zuschauer pro Kino vor der Leinwand – nur 126 Dollar spielte der Film ein.

Die Produktionsfirma Vertical Entertainment hatte im Juni mitgeteilt, dass der „Billionaire Boys Club“ trotz der Missbrauchsvorwürfe gegen Kevin Spacey im Kino gezeigt wird. Der Grund: Der Schauspieler hat nur eine Nebenrolle im Film. Der Fokus liegt auf den Darstellern Taron Egerton, Ansel Elgort und Emma Roberts. Die Handlung von „Billionaire Boys Club“ basiert auf wahren Ereignissen: Drei junge Männer wollen in Los Angeles möglichst schnell möglichst reich werden. Um ihre Freundinnen zu beeindrucken, entwickeln sie eine Betrugsmaschine, die Investitionen auf illegale Art und Weise vervielfacht.

Ist „Billionaire Boys Club“ der letzte Film von Kevin Spacey?

Laut Hollywoodreporter ist die Bilanz auch am zweiten Tag nicht sehr viel besser geworden: Am gesamten Wochenende habe „Billionaire Boys Club“ in elf Kinos 618 Dollar eingespielt. Auch wenn der Titel vorher als „Video on Demand“, also zum Streamen veröffentlicht wurde, ist dies ein großer Flop – dabei könnte es der letzte Film von Kevin Spacey sein. Die Macher der Serie „House of Cards“ haben ihn gefeuert. Neue Engagements sind nicht bekannt.

Von Geraldine Oetken/RND