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Weltweit Regisseurin Nora Ephron ist tot
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09:04 27.06.2012
„Schlaflos in Seattle“-Regisseurin Nora Ephron ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Quelle: dpa
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Los Angeles

Die amerikanische Regisseurin und Autorin Nora Ephron, die Komödien wie „Schlaflos in Seattle“ und „Julie & Julia“ ins Kino brachte, ist tot. Ephron sei am Dienstag in New York gestorben, teilte ihr Sohn Jacob Bernstein der „New York Times“ mit. Sie habe an Leukämie und an einer Lungenentzündung gelitten. Ephron war 71 Jahre alt.

Die Spezialistin für romantische Komödien war durch Filme wie „Harry und Sally“ und „Schlaflos in Seattle“ bekanntgeworden. Zuletzt arbeitete sie an dem Film „Lost in Austen“ über eine junge Frau in New York, die für die britische Schriftstellerin Jane Austen schwärmt. 2009 brachte sie als Regisseurin und Autorin „Julie & Julia“ auf die Leinwand. Darin verkörperte Meryl Streep die amerikanische Starköchin Julia Child. Für die Drehbücher von „Silkwood“, „Harry und Sally“ und „Schlaflos in Seattle“ war Ephron für den Oscar nominiert worden.

Vor ihrem Durchbruch in Hollywood war Ephron in New York als Journalistin tätig. In den 1970er Jahren heiratete sie den Watergate-Reporter Carl Bernstein. 1983 schrieb Ephron über ihre gescheiterte Beziehung das bitter-witzige Buch „Heartburn“ („Sodbrennen“), das von Regisseur Mike Nichols mit Meryl Streep und Jack Nicholson verfilmt wurde.

Mit „Silkwood“ (1983) lieferte Ephron ihr erstes Skript in Hollywood ab. In dem Tatsachendrama spielt Meryl Streep eine junge Arbeiterin in einer Plutoniumaufbereitungsanlage. Mit „Harry und Sally“ schwenkte Ephron auf Liebeskomödien um. Rob Reiner inszenierte den Streifen mit Meg Ryan und Billy Crystal als alte College-Freunde, die sich nach vielen Jahren ineinander verlieben. In „Schlaflos in Seattle“ (1993) und „E-mail für Dich“ (1999) verdrehte Ryan dann mit einer großen Portion Niedlichkeit Tom Hanks den Kopf, beide Male unter der Regie von Ephron.

Die Schriftstellerin und Regisseurin legte in ihren Filmen vor allem Wert auf die Gefühle und zwischenmenschlichen Beziehungen ihrer Hauptcharaktere. Sie drehte mit großen Stars, darunter John Travolta („Michael“) und Nicole Kidman („Verliebt in eine Hexe“). 

dpa

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