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Weltweit Roswitha-Ring für Kristin Scheinhütte
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18:19 31.07.2017
Roswitha-Ring für Kristin Scheinhütte (rechts), verliehen von Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz.
Roswitha-Ring für Kristin Scheinhütte (rechts), verliehen von Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz. Quelle: r
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Bad Gandersheim

Als kleine Hexe hat Kristin Scheinhütte sich im diesjährigen Kinder- und Familienstück in die Herzen der Zuschauer gezaubert. Eine ganz andere Facette ihres Könnens zeigte sie im Schauspielklassiker „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller.

Der Roswitha-Ring wird seit 1975 verliehen

Sie habe eine starke und immer glaubwürdige Luise gespielt, lobte Domfestspiel-Intendant Achim Lenz seine ehemalige Studentin, die er als Dozent an der Folkwang-Universität der Künste kennengelernt und sofort ihr enormes Schauspieltalent erkannt habe: „Du bist physisch und stimmlich präsent, du bist humorvoll ohne peinlich zu sein, du kreierst eine Figur, die authentisch, frei und emotional erfüllend ist.“

Und dafür wurde sie jetzt mit dem Roswitha-Ring belohnt, der seit dem Jahr 1975 zum Gedenken an Roswitha von Gandersheim, Deutschlands erste Dichterin und Dramatikerin, jedes Jahr an eine Darstellerin des Festspiel-Ensembles verliehen wird. Seit 1998 ist er ein Publikumspreis. Die Preisverleihung ist mit einer schönen Tradition verbunden: Die Herren des Ensembles halten feierliche Reden für die Darstellerinnen - mal witzig, mal poetisch, mal als Lied oder als Sketch. Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz überreichte Scheinhütte den Ring während eines Festaktes am Sonntag auf der Bühne vor der Stiftskirche.

Kristin Theresa Scheinhütte, geboren 1989, absolvierte ab 2009 ihr Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Für ihre Artist Diploma-Produktion „time/life/waste“ wurde sie 2013 mit dem Folkwang-Preis Darstellende Kunst ausgezeichnet. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin, Performerin und Theatermacherin.

Scheinhütte überzeugte als „Luise“ in Kabale und Liebe

Zuletzt war sie unter anderem am Hessischen Landestheater Marburg in „Ali Baba und die 40 Räuber“ und am Schauspielhaus Bochum in „Moondog“ zu sehen. Außerdem war sie Teil der länderübergreifenden Produktion Long Distance der internationalen Company The Syndicate. 2014/15 absolvierte sie als Stipendiatin der Kunststiftung NRW das SITI Conservatory bei der SITI Company in New York. Dort erarbeitete sie außerdem mit der Tänzerin Juanita Barrera Dueñas (Kolumbien) das Stück „Begending“, welches im Peter Zeisler Studio NY uraufgeführt wurde. r