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Weltweit Stardirigent Gergijew eröffnet neues Mariinski
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18:49 02.05.2013
Stardirigent Waleri Gergijew hat erstmals den 500 Millionen Euro teuren Neubau des Mariinski Theaters in St. Petersburg präsentiert. Quelle: dpa
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St. Petersburg

Unter den Augen der Weltöffentlichkeit hat der russische Stardirigent Waleri Gergijew erstmals den 500 Millionen Euro teuren Neubau des Mariinski Theaters in St. Petersburg präsentiert. „Das Opern- und Balletthaus hat alles, um ein kultureller Gigant unter den Theatern dieser Welt zu werden“, sagte Gergijew vor Journalisten am Donnerstag. Das Haus sollte am Abend mit einer Gala eröffnet werden, bei der Opernstars wie Anna Netrebko und Plácido Domingo auf dem Programm standen.

Auch Kremlchef Wladimir Putin war angekündigt zur Eröffnung des Mariinski II, wie das Theater offiziell heißt. Die Sicherheitsvorkehrungen waren schon am Morgen extrem. Zu dem Theaterkomplex Mariinski gehören auch das alte Opern- und Balletthaus aus Zarenzeiten sowie eine Konzerthalle.

Experten lobten die besondere Akustik in dem minimalistischen Saal mit viel Buchenholz und nur drei Galerien für einen besseren Klang. Sonst sind oft fünf Ränge üblich. „Es ist so, als ob einen der Klang einhüllt“, sagte der Münchner Klangmeister Jürgen Reinhold zufrieden. „Es gibt eigentlich keinen schlechten Platz im Saal“, meinte Architekt Jack Diamond von der kanadischen Firma Diamond Schmitts Architects.

Das Mariinski II besteht aus hellen Sandstein-Fassaden, immer wieder von Glas unterbrochen. Aus den großen luftigen Foyers im Inneren mit freien Treppen sehen Gäste auf die prunkvolle Altstadt und das grünlich schimmernde alte Mariinski von 1860.

Putin gratulierte in einem vom Kreml veröffentlichten Schreiben Gergijew zum 60. Geburtstag sowie zum neuen Theater. Es sei ein langerwartetes Ereignis in der Touristenmetropole am Finnischen Meerbusen. Putin würdigte den Pultstar als Maestro von Weltrang. „Während Sie Ihrer Sache treu bleiben und den hohen Idealen der Kunst dienen, sind Sie immer offen für neue schöpferische Ideen und Pläne“, hieß es in dem Telegramm.

Gergijew wird von 2015 an auch die Münchner Philharmoniker leiten. Bis dahin will er sich darauf konzentrieren, vor allem dem neuen Mariinski Leben einzuhauchen. Vor internationalen Gästen stellte er selbst das Haus vor. Der Zuschauersaal funkelt von außen aus dem Foyer betrachtet wie eine ultramoderne Version des Bernsteinzimmers - dank eines von innen bestrahlten gelben Onyxmarmors.

dpa

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