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Weltweit Stars treffen sich in Cannes
Nachrichten Kultur Weltweit Stars treffen sich in Cannes
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10:26 15.04.2011
Von Stefan Stosch
Johnny Depp stellt seinen neuen Piratenfilm in Cannes vor. Quelle: dpa (Archiv)
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Ein geheimnisvoller Amerikaner meldet sich beim Festival in Cannes zurück: Die rätselhafte Regielegende Terrence Malick („The Thin Red Line“) präsentiert „The Tree of Life“ mit Brad Pitt und Sean Penn. Das ist der Film, um den alle bedeutenden Filmfestivals dieser Welt gebuhlt haben. Cannes macht nun das Rennen – und schmückt sich auch darüber hinaus vom 11. bis 22. Mai mit den ganz großen Namen, wie sie noch bei der jüngsten Berlinale im Februar vermisst wurden.

Jedenfalls nach der Papierform festigt das Weltkinotreffen am französischen Mittelmeer mit diesem Aufgebot seinen Ruf als Nummer eins: Die sozialkritischen Dardenne-Brüder aus Belgien treten im Wettbewerb an, ebenso der Italiener Nanni Moretti mit seinem Papst-Film (mit Michel Piccoli), der lakonische Finne Aki Kaurismäki, der Spanier Pedro Almodóvar mit einem Horrorthriller, der Türke Nuri Bilge Ceylan und auch wieder der dänische Provokateur Lars von Trier mit „Melancholia“ (dabei: Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg).

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Die meisten der 19 Regisseure im Wettbewerb kommen aus Europa. Erstmals sind gleich vier Frauen dabei – darunter die Japanerin Naomi Kawase und Julia Leigh mit „Sleeping Beauty“. Deutsche Filmemacher fehlen. Andreas Dresen, vor zwei Jahren schon mit dem Alterssexfilm „Wolke 9“ in der Reihe Un Certain Régard dabei, präsentiert an selber Stelle nun „Halt auf freier Strecke“. Zumindest ein österreichischer Film konkurriert um die Palme: das Spielfilmdebüt „Michael“ von Markus Schleinzer, in dem es um eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Mann und einem Kind geht.

Hollywood-Blockbuster tummeln sich, wie üblich, lieber außerhalb der Palmen-Konkurrenz, darunter „Kung Fu Panda 2“ und „Fluch der Karibik 4 – Fremde Gezeiten“, der Piratenfilm wird Penélope Cruz und Johnny Depp an der Cote d’Azur anlanden lassen. Und Jodie Fosters „Der Biber“ könnte den schwierigen Star Mel Gibson nach Cannes bringen. Eröffnet wird das 64. Filmfestival mit Woody Allens Komödie „Midnight in Paris“, in der Carla Bruni, Gattin des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, in einer kleinen Rolle auftaucht.

Michael Grüter 13.04.2011
10.04.2011