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Weltweit Kraftwerk gehört in die Rock-’n’-Roll-Hall-of-Fame
Nachrichten Kultur Weltweit Kraftwerk gehört in die Rock-’n’-Roll-Hall-of-Fame
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19:52 17.10.2019
Zum sechsten Mal für die Ruhmeshalle des Rock 'n' Roll nominiert: Die deutsche Band Kraftwerk, hier beim Metronome Festival in Prag im Juni 2019. Quelle: picture alliance/dpa
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Kraftwerk stehen seit Ewigkeiten auf der Liste für die ehrwürdige Rock-’n’-Roll-Hall-of-Fame. Auch für 2020 sind sie wieder nominiert – zum sechsten Mal seit 2003. Und immer wieder müssen sie am Ende draußen bleiben. „Die? Die sind doch das Gegenteil von Rock ’n’ Roll!“, hört man immer wieder von gewissen Leuten.

Na ja, aber nur, wenn man Rock ’n’ Roll engherzig als das begreift, was Chuck Berry und Elvis Presley in den Fünfzigerjahren veranstalteten, was die Beatles und Rolling Stones weiterentwickelten, die Clash und Sex Pistols punkigst verrüpelten und was bis in die Zeiten von Kurt Cobains Nirvana Erfolge feierte. Heute aber ein Dasein weitgehend außerhalb der Charts führt.

In Amerika ist der Begriff Rock ’n’ Roll weit gefasst

In Amerika ist der Begriff Rock ’n’ Roll nun aber traditionell weiter gefasst. Auch die Artrocker Pink Floyd machen welchen, Country-Outlaw Johnny Cash gehört in den USA zu den Rock ’n’ Rollern, die funkigen Sly & the Family Stone ebenso und sogar die Bee Gees, Madonna und Michael Jackson. Alle Genannten sind schon in der Ruhmeshalle, alle haben sie die Welt auf ihre Weise gerockt und gerollt.

Und wenn man Rock ’n’ Roll seinen Ursprüngen gemäß mit musikalischem Aufbruch und Neuerung gleichsetzt, hätten Kraftwerk eigentlich schon im Eröffnungsjahr 1986 reingehört. Denn die Düsseldorfer schufen eine Musik, wie sie ihresgleichen sucht, wie sie nie zuvor gehört wurde und wie sie keiner sonst macht. Mögen die Scorpions noch so viele Platten mehr verkauft haben, eine Zeit lang maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Heavy Metal genommen haben und mögen Millionen auf der ganzen Welt deren „Wind of Change“ pfeifen, so sind Kraftwerk doch die einflussreichste deutsche Band. Sie haben nicht nur die elektronische Variante der Populärmusik geprägt wie keine andere Formation, sondern drangen mit ihren Stücken auch in den Hip-Hop, Rock und Reggae vor.

Ihren größten Hit „Das Model“ etwa (Nummer eins in England, Nummer sieben in Deutschland) coverten so unterschiedliche Künstler und Gruppen wie Rammstein, die Toten Hosen, Zoot Woman, die Cardigans und David Byrne von den Talking Heads. Kraftwerk gehör(t)en zu den Lieblingen von Depeche Mode, Simple Minds, U2, Joy Division und, und, und.

Abbas Benny stimmt notorisch für Kraftwerk

Ob man Kraftwerks hypnotische Songs liebt oder ihnen eher abhold ist, ist also völlig gleichgültig. Benny Andersson, mit Abba seit 2010 erstes Mitglied in der Rock-’n’-Roll-Hall-of-Fame, das nicht aus England oder Amerika stammt, hat das verstanden und gibt seither jährlich sein Votum für die Deutschen. Auch wenn sie es dann trotzdem nicht auf die Shortlist der 16 schaffen. „Ich stimme immer für Kraftwerk. Sie müssen endlich rein, denn sie sind so eigenständig, so weit weg von allem anderen, was jemals in der Popmusik passiert ist“, sagte er 2017 in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Recht hat er! Mamma Mia! 2020 muss das Hall-of-Fame-Jahr von Kraftwerk werden!

Von Matthias Halbig/RND

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