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Medien & TV 30 Jahre „Baywatch“ – Bei Badenixen und Beachboys
Nachrichten Medien & TV 30 Jahre „Baywatch“ – Bei Badenixen und Beachboys
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12:52 22.04.2019
Retten ist sexy: Pamela Lee Anderson als C. J. Parker in der US-Serie „Baywatch“. Quelle: Foto: dpa
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Los Angeles

Sie retteten Leben und sahen dabei auch noch verdammt gut aus: Die sexy Helden der US-Strandsaga „Baywatch“ mit David Hasselhoff als Rettungsschwimmer Mitch Buchannon.

„Baywatch“ wurde globaler TV-Kult wie heute „Game of Thrones

Vor 30 Jahren, am 23. April 1989, startete der als erfolgreichste Serie des 20. Jahrhunderts geltende Straßenfeger. Wenn sich die muskelbepackten Männer und kurvigen Frauen in ihren knallroten Badeklamotten am Strand tummelten, liefen in den 90ern die Röhrenfernseher heiß: Auf dem Höhepunkt des Erfolgs schauten weltweit mehr als eine Milliarde Menschen den seichten Geschichten zu – die Serie um Badenixen und Strandjungs wurde zum globalen Kult wie heute nur „Game of Thrones“.

Die Storys von „Baywatch“ waren zwar so dürftig wie die Bekleidung der Pazifik-Bademeister. Doch vor der goldenen Ära der Streamingdienste mussten Serien eben noch nicht hochkomplex und ihre Charaktere nicht abgründig sein. In jeder Folge mussten Badende gerettet werden, die zu weit rausgeschwommen waren oder vom Hai attackiert wurden – in den ersten Staffeln im sonnigen Kalifornien, später am Strand von Hawaii.

Fans begeisterten sich an Rettungsschwimmern in Zeitlupe

Wenn dann die durchtrainierten Rettungsschwimmer in Zeitlupen-Aufnahme zum Wasser sprinteten, schlugen die Herzen der Fans höher: Die US-Strandsaga setzte in den körperverliebten Neunzigern hemmungslos auf optische Reize.

Damit dem Zuschauer bei der fröhlichen Fleischbeschau nicht langweilig wurde, wechselte das Personal regelmäßig. So stieß die blonde Sexbombe Pamela Anderson, später das Aushängeschild der Serie, erst in der dritten Staffel zum Cast.

David Hasselhoff als fescher Chef der Rettungsschwimmer war hingegen von Anfang an mit dabei: Der Star der Serie „Knight Rider“ hatte den weltweiten „Baywatch“-Kult überhaupt erst ins Rollen gebracht. Die 1989 beim amerikanischen Sender NBC gestartete Strandserie war nämlich gefloppt und nach der ersten Staffel abgesetzt worden.

Nach dem anfänglichen Flop produzierte Hasselhoff selbst

Daraufhin nahm der US-Schauspieler mit deutschen Wurzeln die Sache selbst in die Hand und produzierte mit seiner Firma weitere Folgen. Der Erfolg gab ihm recht: „Baywatch“ wurde in mehr als 140 Länder verkauft und sprengte alle Zuschauerrekorde.

Insgesamt brachte es die US-Serie bis zu ihrem Ende 2001 auf 243 Episoden, 2003 gab es als Bonus einen Fernsehfilm mit Darstellern aus allen Staffeln. Im deutschen Fernsehen lief die Serie unter dem Titel „Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu“ ab 1990, anfangs ausgerechnet bei der stockseriösen ARD – später wechselte das Bikinispektakel zu Sat.1. Derzeit wiederholt RTL Nitro die Abenteuer der Lebensretter in Rot in einer hochglanzpolierten HD-Fassung.

Eine Neuauflage der Serie um die feschen Rettungsschwimmer ist angeblich nicht ausgeschlossen, sollte diese HD-Variante, die verschiedenen Fernsehanbietern weltweit angeboten wurde, auf breites Interesse stoßen. Der Haken an der Sache: Schon die Kino-Adaption aus dem Jahr 2017, in der Dwayne Johnson die Hauptrolle als Mitch Buchannon spielte, erlitt an der Kinokasse eine Bauchlandung.

Hasselhoff hält sich heute mit vielen Projekten über Wasser

Und David Hasselhoff? Der 66-jährige Schauspieler und Sänger, der 1989 seinen Hit „Looking for Freedom“ an der Berliner Mauer sang und zwischenzeitlich wegen Alkohol-Eskapaden in die Schlagzeilen geriet, hält sich mit allen möglichen Projekten über Wasser. Zuletzt war „The Hoff“ für sein im Sommer erscheinendes neues Album auf Promo-Tour in den deutschen Medien unterwegs.

Die 2010 erschienene Autobiografie des „Baywatch“-Kultstars trägt den sinnigen Titel „Making Waves“ und wird auf Deutsch als „Wellengang meines Lebens“ angeboten.

Von Cornelia Wystrichowski

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