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21:31 19.09.2013
Von Felix Klabe
Wer kommt in den Bundestag? Bettina Schausten und Ulrich Deppendorf informieren am Sonntag. Stefan Raab talkt am Vorabend. Quelle: Reynaldo Paganelli
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Berlin

Wenn am Sonntag um 18 Uhr die ersten Hochrechnungen präsentiert werden, steht der Wähler vor einer neuen Entscheidung: Welcher Fernsehsender präsentiert Analysen und mögliche Bündnisse am übersichtlichsten? Wo gibt es mehr Informationen als nur die Sitzplatzverteilung im Bundestag? Die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender setzen wie immer auf die TV-Übertragung und die Meinungen von Experten. Was allerdings neu ist: Alle Sender setzen zudem auf die Interaktion mit dem Zuschauer und Zusatzinformationen im Netz - nicht nur über Facebook und Twitter.

Die Öffentlich-Rechtlichen: Im Ersten führen ab 17 Uhr „Tagesthemen“-Moderatorin Caren Miosga und Ulrich Deppendorf, Chefredakteur des Hauptstadtstudios, durch den späten Wahlnachmittag. Wenn der Herr der Zahlen, WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn, um 18 Uhr die ersten Hochrechnungen und Prognosen der Meinungsforscher von Infratest dimap präsentiert hat, sind noch mehr Informationen zur Wahl auf dem Fernsehgerät möglich. Voraussetzung ist ein „SmartTV“. Über eine kabellose Verbindung mit dem Internet können sich ARD-Zuschauer Hintergründe, mögliche Sitzplatzverteilungen und Bündnisse aus dem Bund und Hessen beliebig oft auf den Fernseher holen - ohne dass die Live-Übertragung unterbrochen wird. Das NDR Fernsehen wird von 21.30 Uhr an über die Ergebnisse in Niedersachsen informieren - unterbrochen von der „Sportschau“ um 22.15 Uhr und vom „Sportclub“ um 22.40 Uhr.

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Auch das Zweite beginnt mit seiner Live-Übertragung um 17 Uhr. Bettina Schausten, Leiterin des ZDF-Hauptstadtbüros, kommentiert gemeinsam mit dem Politikchef des Senders, Theo Koll, ab 18 Uhr die Hochrechnungen. Parteienforscher Karl-Rudolf Korte steht ihnen zur Seite und analysiert die Entwicklungen des Wahlabends. Einschätzungen kommen zudem von „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und dem Chefredakteur der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“, Ulrich Reitz. Fragen können die Zuschauer über die sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook stellen. Der Hashtag zur Bundestagswahl lautet #btw13. Alle Hochrechnungen und Analysen sowie Stimmen zum Wahlausgang sind auch im Internet jederzeit abrufbar.

Ab 20.15 Uhr machen ARD und ZDF dann gemeinsame Sache. Bei der „Berliner Runde“ kommentieren Spitzenkandidaten und Parteivorsitzende die Wahl im Bund und in Hessen. Moderiert wird der Polittalk von ARD-Chefredakteur Thomas Baumann und ZDF-Chefredakteur Peter Frey.

Die Privatsender: Der Privatsender RTL und der Nachrichtensender n-tv berichten in einer gemeinsamen Sendung zwischen 17.45 und 19 Uhr. RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel präsentiert mit n-tv-Chefmoderator Christoph Teuner um 18 Uhr die Hochrechnungen, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa liefert. Um 22.10 Uhr moderiert Kloeppel noch einmal die Sondersendung „Tag der Entscheidung - Deutschland hat gewählt“. Im Anschluss zeigt das Politmagazin „Spiegel TV“ Reportagen vom Wahltag. Während des ganzen Tages bekommen Zuschauer über die App „RTL Inside“ und die Internetseite des Senders weitere Hintergründe zur Wahl.

Der Abend vor der Wahl: Möglicherweise unterhaltsamer sind die Shows am Abend vor der Wahl: RTL zeigt ab 20.15 Uhr „Wie tickt Deutschland? Das große Live-Experiment“. Schauspieler Armin Rohde, Comedian Bülent Ceylan oder Model Lena Gercke geben ihre Einschätzungen zur Wahl. Auch hier können Zuschauer über die RTL-App Fragen stellen und Teil der Show werden. Moderiert wird der Abend von „stern TV“-Moderator Steffen Hallaschka.

In direkter Konkurrenz zu Hallaschka steht PRO7-Entertainer Stefan Raab, der mit seinem Polittalk „Absolute Mehrheit“ jüngst für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde und für seinen Auftritt beim TV-Duell gute Kritiken erhielt. Für die „TV total Bundestagswahl 2013“ hat er am Sonnabend ab 20.15 Uhr Agrarministerin Ilse Aigner (CSU), den CDU-Vize Armin Laschet, den Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, den FDP-Spitzenkandidaten Rainer Brüderle und Linken-Spitzenkandidat Gregor Gysi eingeladen. Zur Bundestagswahl 2009 sahen immerhin 2,3 Millionen Deutsche die Show. Auch in diesem Jahr können Zuschauer am Ende der Show abstimmen.

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