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Medien & TV Der „Tatort“ in der Zeitschleife: Hat das Experiment funktioniert?
Nachrichten Medien & TV Der „Tatort“ in der Zeitschleife: Hat das Experiment funktioniert?
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11:17 18.02.2019
Gefangen in der Zeitschleife: LKA-Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur). Quelle: HR
Wiesbaden

Jetzt hat also auch der „Tatort“ seinen Zeitschleifen-Film. In der Folge „Murot und das Murmeltier“ steckte der LKA-Beamte Felix Murot, den Ulrich Tukur überzeugend verkörpert, am Sonntag in einer Zeitschleife fest. Er durchlebt und durchleidet fast ein Dutzend Mal die gleiche Geschichte, stirbt dabei sogar rekordverdächtig viele Tode, um dann anschließend jedes Mal erneut schweißgebadet in seinem Bett aufzuwachen.

Lesen Sie hier: Der „Tatort“ kämpft mit Tonproblemen

Danach geht alles wieder von vorne los, allerdings stets leicht variiert. Und dass alles wieder täglich von vorne los geht, dass alles also nur noch Routine ist und der Alltagstrott einen fürchterlich langweilt, ja auffrisst, dieses Gefühl haben viele Menschen. Auch sie stecken gleichsam in einer Zeitschleife fest.

Reminiszenz an den Klassiker mit Bill Murray

Auch das Kino und mittlerweile das Fernsehen haben diesen Verdruss an der Alltags-Routine schon mehrfach thematisiert – in mehr oder wenigen gelungenen Filmen. Zu den bekannteren Beispielen zählen „Repeaters – Tödliche Zeitschleife“ (2010), „Source Code“ (2011) oder „Edge of Tomorrow“ (2014) mit Tom Cruise. Die Mutter aller Zeitschleifen-Filme ist jedoch die Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ aus dem Jahre 1993. Der Hauptdarsteller Bill Murray spielt darin einen Wettermann, der von seinem Sender alljährlich verdonnert wird, an einem traditionellen Murmeltierfest in einer Kleinstadt teilzunehmen. Für ihn ist das eine Qual, erst recht als er eines Morgens nach einem Unwetter plötzlich feststellt, dass er dieses Fest immer wieder erleben muss. Und als er sich dessen bewusst wird, sucht er ähnlich wie Murot nach einem Ausweg aus der Zeitschleife. Mit Erfolg übrigens. Am Ende kann man in beiden Fällen sagen: Experiment gelungen.

Von Ernst Corinth

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