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Medien & TV Mit Bob Dylan auf der Reise ins kleine Amerika – Martin Scorseses Doku „Rolling Thunder Revue“
Nachrichten Medien & TV Mit Bob Dylan auf der Reise ins kleine Amerika – Martin Scorseses Doku „Rolling Thunder Revue“
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13:51 17.06.2019
Flucht vor Kommerz. Rockpilger Bob Dylan auf „Rolling Thunder Revue“-Tour. Quelle: Foto: AP
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Los Angeles

Irgendwie ist das jetzt wirklich nicht die heißeste Musikdoku aller Zeiten. Regiemeister Martin Scorsese („The Last Waltz“, „Shine A Light“) lässt die Bilder einfach laufen, die Zeitzeugen einfach in ihren Erinnerungen buddeln. Der Schnitt ist auch nicht immer plausibel und was sucht eigentlich Richard „Watergate“ Nixon hier? Der ist zur Handlungszeit von „Rolling Thunder Revue“ doch längst Ex-Präsident, oder?

Rolling Thunder Revue“ – Rockpilger am Rand des gelobten Landes

Nun gut, aber wenn einer der größten Regisseure für eine Doku einen der größten Rockstars aller Zeiten zum Thema gemacht hat, hält man schon bis zum Ende von zweieinhalb Stunden durch. Bob Dylan, der Musikheiland der Sechzigerjahre seit drei Jahren Literaturnobelpreisträger, zog 1975 weißgeschminkt mit einem immer größer werdenden Tross, einer Folk-Rock-Version der Commedia dell’Arte durch die kleineren Städte der USA. Ein Rockpilger an den Rändern des gelobten Landes.

Seine alte Weggefährtin Joan Baez war auch dabei, Joni Mitchell schloss sich irgendwann an. Alles wirkt befreit, inspiriert, improvisiert. Tourneen waren noch Abenteuer, noch nicht das Luxusentertainment unserer Tage. Und Dylan war sowieso ein Stromer auf der Flucht vor dem eigenen Mythos. „Asche“, sagt der heutige Dylan auf die Frage, was von der Revue übrigblieb. Nichtmal Asche gabs für den Tourveranstalter, der an das finanzielle Debakel der Revue erinnert. Eigentlich hatte er einen Topf voller Gold erwartet.

Rolling Thunder Revue“ – Scorsese schafft es nicht mehr ins Kino

Zu sehen ist Scorseses neues Werk nicht etwa im Kino sondern bei Netflix. Die Hollywoodstudios hatten den großen Regisseur („Taxi Driver“) abgewiesen, auch sein neues Mafiadrama „The Irishman“ mit Robert De Niro und Al Pacino entsteht jetzt unter Netflixfittichen. Der Streamingdienst weiß eben etwas mit großen Regisseuren und Schauspielern anzufangen. Während die Warners, Sonys und Universals nur noch Superhelden zu finanzieren scheinen.

Von Matthias Halbig

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