Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Medien & TV „Modern Warfare 3“ bricht Verkaufsrekorde
Nachrichten Medien & TV „Modern Warfare 3“ bricht Verkaufsrekorde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:09 22.11.2011
Explosionen in Paris: "Modern Warfare 3" ist das erwartete Action-Spektakel. Quelle: Activision
Anzeige

Der virtuelle Krieg kommt auch nach Hamburg: Kampfflugzeuge und Hubschrauber bedecken den Himmel über der Köhlbrandbrücke, Schlachtschiffe durchpflügen den Hamburger Hafen, Wasserfontänen spritzen durch Beschuss und Explosionen meterhoch. Und der Spieler sitzt mittendrin, in einem Hubschrauber, und überquert die Szenerie. Im neuesten Ableger der erfolgreichen Shooter-Reihe „Call of Duty“ werden wieder fiktive Konflikte in der nahen Zukunft ausgetragen.

In „Modern Warfare 3“ geht es neben Hamburg auch nach Berlin, New York, Paris, London, Prag, Dubai und Schauplätze in Indien und Afrika. In der Rolle verschiedener Soldaten werden an allen Orten Kampfeinsätze ausgeführt, in denen die USA und Russland gegeneinander in den Krieg ziehen. Die Handlung von „Modern Warfare 3“ knüpft direkt an den Vorgänger an. Darin hat der russische Terrorist Vladimir Makarov im berüchtigten „Flughafen-Level“ einen Anschlag in Moskau verübt und die Spuren des Anschlags in die USA gelegt, woraus sich die kriegerische Auseinandersetzung beider Großmächte entwickelt hat.

Anzeige

Wie in den Vorgängern wird der Spieler durch geradlinige Level geschickt, in denen er mit seinem eigenständig agierenden Team eine Überzahl von Gegnern bekämpfen muss: Vorrücken, in Deckung gehen, schießen, nachladen und weiterziehen. Der Spielverlauf wird dabei mehrmals variiert: In einigen Missionen gilt es leise vorzurücken – etwa wenn ein U-Boot infiltriert werden soll oder man als Scharfschütze eingesetzt wird. Dazu gibt es einige Fahrzeugsequenzen, in denen der Spieler einen kleinen Kampfroboter fernsteuert, am MG eines Hubschraubers sitzt oder sein Team aus einem Aufklärungsflugzeug unterstützt.

Das Besondere an „Modern Warfare 3“ ist die bombastische Inszenierung. Bereits in der zweiten Mission muss man in einem kleinen Kampfboot nahe der Mündung des Hudson River zwischen Schlachtschiffen und Flugzeugträgern hindurchrauschen, während im Hintergrund die umkämpfte Skyline von New York zu erkennen ist. Fast jede Mission wird von Explosionen, die das virtuelle Blickfeld erschüttern, Schüssen und Kommando-Gebell dominiert – selbst knallige Actionfilme können bei dem Tempo nicht mithalten. Ein weiteres Beispiel für den hohen Actiongrad ist eine Mission, in der der russische Präsident während eines Fluges von Terroristen angegriffen wird. Der Spieler muss den Präsidenten beschützen und die Gegner bekämpfen, während nebenbei die Tochter des Präsidenten entführt wird, Turbulenzen das Flugzeug erschüttern und es schließlich abstürzt. Selbst danach geht die Mission in dem Trümmerfeld weiter, da einige Terroristen den Absturz ebenfalls überlebt haben. „Modern Warfare 3“ übertreibt es nicht selten mit dem Geschehen auf dem Bildschirm. Dass etwa der Eiffelturm einstürzt, verkommt bei der ganzen Action fast zur Randnotiz. Das Spiel fesselt dadurch aber nahezu pausenlos während der etwa sechs Stunden dauernden Kampagne.

Wer danach immer noch nicht genug davon hat, kann die herausfordernden „Spec Ops“-Missionen bestreiten oder sich zahllose Stunden im Mehrspielermodus messen. Mit diesem Rezept ist auch „Modern Warfare 3“ ein Erfolg: Das Spiel hat von den Kritikern sehr gute Wertungen erhalten und einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt: Bereits in der ersten Woche gingen mehr als zwölf Millionen Exemplare über den Ladentisch.

„Modern Warfare 3“ gibt es für Xbox360, PlayStation 3 und PC. Es ist ab 18 Jahren freigegeben und kostet zwischen 50 und 60 Euro.

jhf