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Medien & TV Plötzlich doch: Trump gibt der „New York Times“ ein Interview
Nachrichten Medien & TV Plötzlich doch: Trump gibt der „New York Times“ ein Interview
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13:31 01.02.2019
US-Präsident Donald Trump in seinem Oval Office. Quelle: Jacquelyn Martin/AP/dpa
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Washington

Immer wieder hat US-Präsident Donald Trump kritische Medien als „Feinde des Volkes“ angegriffen, nun gab er der von ihm oft beschimpften „New York Times“ ein Interview im Oval Office. Entstanden sei es, nachdem Trump den Herausgeber der Zeitung, A. G. Sulzberger, zu einem Abendessen samt Hintergrundgespräch eingeladen hatte. Doch dieser lehnte ab, wie die „New York Times“ am Freitag schrieb, und bat stattdessen um das Interview. Trump stimmte zu und empfing Sulzberger und zwei weitere Journalisten der Zeitung am Donnerstag (Ortszeit) in seinem Büro im Weißen Haus.

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In dem Interview nannte Trump die Verhandlungen mit den Demokraten über die Mauer zu Mexiko eine „Zeitverschwendung“. Er erwäge weiter die Verhängung eines nationalen Notstands, um an Geld für die Mauer zu kommen. Damit wäre er nicht auf die Zustimmung der Demokraten angewiesen. Der Streit um die Grenzsicherheit hatte zum bislang längsten „Shutdown“ in der Geschichte der USA geführt, also einem Teil-Stillstand der Regierungsgeschäfte.

Trump will wohl wieder kandidieren

„Ich liebe diesen Job“, sagte Trump weiter und wies damit Spekulationen zurück, er wolle nicht für eine Wiederwahl kandidieren. Geld bringe ihm das Präsidentenamt aber nicht ein. „Ich habe in diesem Job massenhaft Geld verloren“, sagte er. Trump zeigte sich in dem Interview außerdem optimistisch über den Abschluss eines Handelsabkommens mit China.

Nach dem Interview prüfte die „New York TimesTrumps Aussagen in einem Fakten-Check und kam zu dem Schluss, dass der Präsident mehrere ungenaue oder irreführende Äußerungen gemacht habe, etwa zum Handel oder zur Grenzsicherheit.

Trump unterteilt die Medienlandschaft in gut und böse. „New York Times“, „Washington Post“ und CNN greift er regelmäßig als „Fake News“ an. „Fox News“ gilt dagegen als regierungstreu.

Von dpa/RND