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Medien & TV RTL will historisch werden
Nachrichten Medien & TV RTL will historisch werden
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18:30 17.07.2014
Privatsender RTL will wieder mehr historische Stoffe aus der deutschen Geschichte fürs Fernsehen aufbereiten. Quelle: dpa
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Berlin

Der Kölner Privatsender RTL will künftig wieder mehr historische Stoffe aus der deutschen Geschichte fürs Fernsehen anpacken. Das kündigte Geschäftsführer Frank Hoffmann bei der Präsentation seines Herbst- und Winterprogramms am Donnerstagabend in Hamburg an. „Wir wollen das kollektive Gedächtnis unseres Publikums nutzen, um damit das Bewusstsein und die Neugier der Zuschauer auf unsere Stoffe zu schärfen.“

Als Beispiele nannte Hoffmann die auf acht Teile angelegte Serie „Deutschland!“, ein Spionage-Thriller aus der Bundesrepublik der 1980er Jahre, der vor dem Hintergrund der atomaren Bedrohung einsetzt. In Produktion befindet sich auch der Film „Die Witwenmacher“, in dem die Frauen der abgestürzten Starfighter-Piloten der 60er Jahre die Hauptrollen spielen. Weitere neue Serienproduktionen sind „Männer! Alles auf Anfang“, „Divorce“ und „Block B - Unter Arrest“.

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RTL hatte wie andere Privatsender auch zuletzt die Produktion eigener Serien- und Filmstoffe zurückgeschraubt. Mit Philipp Steffens, der Barbara Thielen folgte, hat der Sender seit ein paar Monaten einen neuen Abteilungsleiter, der für die Entwicklung von Fictionstoffen aus eigenem Haus verantwortlich ist. Traditionell sind gerade ARD und ZDF bei der Filmproduktion in Deutschland führend.

Hoffmann kündigte an, mit den Reportagereihen, die in den vergangenen Wochen für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sorgten, fortzufahren: Dazu gehören „Undercover Deutschland“, „Das Team Wallraff“ und das „Jenke-Experiment“. Der für seine Experimente bekannte Reporter Jenke von Wilmsdorff bekommt zudem mit „Jenke - Ich bleibe über Nacht“ ein weiteres Format. Hoffmann kündigte zudem an, dass sein Sender - wie jüngst schon begonnen - immer bei aktuellen Großereignissen Sondersendungen fahren werde.

Zu den zentralen Showereignissen gehört die Talentsuche „Rising Star“, die ab 28. August immer donnerstags und samstags um 20.15 Uhr im Programm sein wird. Die Zuschauer können mit einer Smartphone-App über das Weiterkommen der musikalischen Kandidaten abstimmen. „Von einer App allein habe ich noch keine Gänsehaut bekommen, aber von dem ganz besonderen und typischen Rising-Star-Moment, wenn sich die Studiowand endlich hebt“, sagte Hoffmann in Anspielung darauf, dass Konkurrent ProSieben mit „Keep Your Light Shining“ bereits eine app-gestützte Show im Programm hatte und gescheitert war.

Günther Jauch kommt mit seinem Rateklassiker „Wer wird Millionär?“ am 29. August aus der Pause zurück. Am 3. September ist der offizielle Geburtstag, die Sendung wird 15 Jahre alt. Feiern will ihn RTL erst voraussichtlich im Oktober.
dpa

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