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Medien & TV So kritisiert der „Polizeiruf 110: Kindeswohl“ die privatisierte Jugendhilfe
Nachrichten Medien & TV So kritisiert der „Polizeiruf 110: Kindeswohl“ die privatisierte Jugendhilfe
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21:45 07.04.2019
Keno (Junis Marlon, Mitte) gerät außer Kontrolle und schießt auf Betreuer Stig (Matthias Weidenhöfer, links). Quelle: Christine Schroeder/NDR/ARD/dpa
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Rostock

Leuten wie diesem Keno geht man im wirklichen Leben wohl besser aus dem Weg. So furchteinflößend aggressiv ist der traurige junge Held des am gestrigen Sonntag ausgestrahlten „Polizeiruf 110: Kindeswohl“. Und die Pädagogen, die täglich in seinem Kinder- und Jugendheim mit ihm umgehen, kommen fast zwangsweise schnell an ihre Grenzen.

Die „Polizeiruf“-Kritik zum Nachlesen:
Bukow völlig von der Rolle

Das zeigen eindrucksvoll mehrere Szenen, die erschreckend authentisch wirken. Was nicht zuletzt natürlich das Verdienst des 19-jährigen Keno-Darstellers Junis Marlon ist, der trotz seines jungen Alters schon auf eine beachtliche Zahl an Kinofilmen und Fernsehproduktionen zurückschauen kann. Mit Marlons Engagement für diese Rolle ist Regisseur Lars Jessen ein echter Glücksgriff gelungen.

Die Probleme der sozialen Arbeit kennt Regisseur Lars Jessen von seiner Eherfrau

Für das Thema seines „Polizeiruf 110“-Films ist er dagegen von seiner Ehefrau inspiriert worden. Sie arbeitet, wie er in einem Interview mit der ARD erzählt, in sozialen Einrichtungen. Und durch sie sei er darauf aufmerksam geworden, dass die soziale Arbeit zunehmend privatisiert werde. Nicht nur wie in diesem Film in der Jugendhilfe, sondern auch bei der Betreuung von Menschen in Altenheimen und Krankenhäusern.

Dabei sei die Privatisierung an sich nicht das zentrale Problem, sondern, wie der Film zeigt, dass die Jugendämter oft keine ausreichenden Möglichkeiten hätten, die Arbeit zu kontrollieren – besonders wenn die Jugendlichen bei Pflegefamilien im Ausland untergebracht seien. Mehr als 800 Kinder und Jugendliche leben derzeit, wie im Abspann des Films erklärt, bei Pflegefamilien im Ausland.

Von Ernst Corinth/RND

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