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Medien & TV „Uncharted 3“ übertrifft seine Vorgänger
Nachrichten Medien & TV „Uncharted 3“ übertrifft seine Vorgänger
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08:40 09.11.2011
Nathan Drake ist in "Uncharted 3" auf der Suche nach einer verschollenen Wüstenstadt. Quelle: Sony
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In „Uncharted 3“ ist Nathan Drake wieder auf Abenteuertour – diesmal zusammen mit seinem Mentor Victor Sullivan. Im dritten Teil der Serie verschlägt es den sympathischen Actionhelden in die Wüste, denn er macht sich auf die Suche nach der sagenumwobenenen Stadt Arim. Auf den Spuren Lawrence' von Arabien und Drakes Vorfahren, dem Entdecker Francis Drake, reist Nathan natürlich auch wieder um die Welt: England, Frankreich, Syrien und Jemen sind einige der Stationen auf dem Weg zu wertvollen Schätzen und ruhmvollen Taten. Doch er ist nicht der einzige, der die Fährte entdeckt hat. Seine Gegenspielerin ist diesmal Katherine Marlowe, die eine alte Geheimorganisation anführt und die verschollene Stadt um jeden Preis vor Drake erreichen will.

Nathans Reise besteht „Uncharted“-typisch aus vier Elementen: Kämpfen, klettern, Rätsel lösen und den Zwischensequenzen. Drake kämpft entweder mit den Fäusten in dynamisch inszenierten Nahkämpfen oder mit Waffen in wilden Schusswechseln gegen seine Widersacher. Der Fokus liegt jedoch bei „Uncharted 3“ etwas mehr auf den Kletterpassagen. Besonders in Sequenzen, in denen Drake unter Zeitdruck etwa vor seinen Gegnern fliehen oder sie verfolgen muss, sind ungemein spannend in Szene gesetzt. Dazu kommt, dass die Wände, Steine und Halterungen, an denen er sich festklammert, selten besonders fest installiert sind – mit den akrobatischen Einlagen, die diese Szenen erfordern, muss sich Drake nicht einmal vor Lara Croft verstecken. In derartigen Momenten, von denen es zahlreiche gibt, bietet "Uncharted 3" Popcorn-Action vom Feinsten: Nathan brettert etwa auf einem Jeep über ein Flugfeld und springt im letzten Moment auf ein startendes Flugzeug oder versucht, sich aus einem sinkenden Schiff zu retten.

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Wenn nicht gekämpft oder geklettert wird, muss Nathan Rätsel lösen. So muss er etwa Mechanismen in Gang setzen, um Türen zu öffnen, wobei sich ein Blick in sein Notizbuch oftmals als hilfreich erweist. Besonders beeindruckend sind, wie schon bei den Vorgängern, die Zwischensequenzen. Die Inszenierung erreicht im Zusammenspiel mit der sehr guten Vertonung und den lebensecht wirkenden Bewegungen der Charaktere Actionfilm-Niveau. Dazu wird die spannende Handlung, in der es wie üblich einige Wendungen gibt, durch humorvolle Einlagen aufgelockert.

Auch die gewohnt starke technische Umsetzung trägt zu der cineastischen Qualität bei. Die Schauplätze, die Drake auf seiner Reise besucht, sind sehr detailliert ausgearbeitet – von den lebendig wirkenden Wäldern bis zu den kleinen Details auf dem arabischen Basar. Und auch die Lichteffekte zeigen, was die PlayStation 3 kann – etwa wenn Drake aus einem Schloss fliehen muss, in dem sich ein Feuer nach und nach durch die Räume frisst.

Die 22 Missionen, die Drake absolvieren muss, umfassen etwa zehn Spielstunden. Dazu gibt es noch die Möglichkeit, die zahlreichen versteckten Schätze aufzuspüren sowie die Coop- und Multiplayermodi. Abenteuer- und PlayStation-Fans können bei „Uncharted 3“ also bedenkenlos zugreifen.

„Uncharted 3“ gibt es für die PlayStation 3. Es ist ab 16 Jahren freigegeben und kostet etwa 60 Euro.

jhf