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Medien & TV Wie Michael J. Fox einst 2015 erlebte
Nachrichten Medien & TV Wie Michael J. Fox einst 2015 erlebte
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20:56 29.12.2014
2015 wird das Jahr, in das Marty McFly (Michael J. Fox, M. mit Christopher Lloyd und Elizabeth Shue) einst reiste – den Machern des Films gelang eine faszinierende Prognose. Quelle: dpa (Archiv)
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New York

Um es vorwegzunehmen: Hoverboards gibt es immer noch nicht. Die Skateboards ohne Räder, die über dem Boden schweben, bleiben eine Erfindung aus dem Film „Zurück in die Zukunft II“, auch wenn einige Witzbolde mit mehr oder weniger guten Tricks im Internet etwas anderes behaupten wollen.

2015 ist das Jahr, in das Michael J. Fox in dem Kinohit mit seiner Zeitmaschine von 1985 aus reiste. Rückblickend betrachtet muss man sagen: So sehr Zukunft, wie man es sich 1985 vorstellte, ist 2015 dann doch nicht. Wobei wir zugegebenermaßen noch etwas Zeit haben, weil Marty mit dem DeLorean am 21. Oktober 2015 landete. Aber werden in den paar Monaten wirklich Roboter mit Hunden Gassi gehen oder Türklinken durch Fingerabdruckleser ersetzt? Das wird es vermutlich ebenso wenig geben wie fliegende Autos. Dabei war Letzteres eher ein Scherz. „Uns war klar, dass in 30 Jahren nicht überall Autos herumfliegen“, sagte Drehbuchautor Bob Gale schon vor fünf Jahren. „Aber hey, es ist ein Film über die Zukunft, und da braucht man fliegende Autos!“

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Die Kinowerbung mit „Der Weiße Hai 19“ war auch so ein Spaß, zumal als Regisseur Max Spielberg angegeben war. Steven Spielbergs Sohn war 1985 gerade geboren. Vom Horrorfilm mit dem Hai gab es auch nur vier Teile – und vor allem nach dem vierten hat wirklich keiner weitere vermisst. Im Gegensatz zu einem vierten Teil von „Zurück in die Zukunft“. Aber trotz Gerüchten gibt es keinerlei Anzeichen. Christopher Lloyd, „Doc Brown“ („eigentlich hieß meine Familie von Braun“), ist mittlerweile 76  Jahre alt und Michael J. Fox von Parkinson gezeichnet. Er hatte im ersten Film einen 17-Jährigen gespielt, war aber  eigentlich schon 24. Crispin Glover, sein Filmvater, drei Jahre jünger.

Die erste Reise von Marty McFly führte  in die Vergangenheit und lebte von Witzen wie „Wer zum Teufel ist John F. Kennedy?“ oder „Ein Schwarzer als Bürgermeister? Wo gibt es den so etwas?“ Nicht im Jahre 1955.

Der Blick ins Jahr 2015 gelang überraschend gut

Überall hängen Flachbildschirme an der Wand – das ahnte damals nun wirklich niemand. Jeder kommuniziert über Videotelefonie à la Skype und ein Display zeigt an, wer anruft. Ein Apple im Antiquitätenladen? Die ersten Computer der Kalifornier sind heute tatsächlich beliebte Sammelstücke. „Und auch eine von Asiaten geprägte Weltwirtschaft sahen die Filmemacher schon voraus. An einigen Stellen allerdings lagen sie meilenweit daneben.

Pünktlichen Regen („es hört in vier Sekunden auf“) gibt es immer noch nicht und die Inflation ist auch noch nicht so weit fortgeschritten („Hast Du mal einen Fünfziger? Ich will mir eine Pepsi kaufen.“). Mobiltelefone, Smartphones? Fehlanzeige, Marty und Doc kommunizieren per Walkie-Talkie. Und das Internet? Im Film bekommt Marty die Nachricht von seiner Kündigung per Fax. Per Fax!

Und auch bei der Kleidung lagen die Filmemacher daneben. Nicht nur, dass die ultramoderne Automatikkleidung nicht in den Läden hängt. Männer tragen auch nicht zwei Krawatten nebeneinander und Jugendliche nicht die Hosentaschen nach außen.

Nur den sich selbst zuschnürenden Turnschuh, den entwickelte die Firma Nike tatsächlich – wenn auch nur in limitierter Auflage und zugunsten der Michael-J.-Fox-Stiftung zur Erforschung von Parkinson.

Chris Melzer

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