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Fernsehen Ramin Djawadi – Die „Game of Thrones“-Tour startet
Nachrichten Medien Fernsehen Ramin Djawadi – Die „Game of Thrones“-Tour startet
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17:46 10.05.2018
Scheinbar unbesiegbar: Auch für die Auftritte des Nachtkönigs in „Game of Thrones“ schrieb Ramin Djawadi die Musik. Quelle: dpa
Hannover

 Die Streichinstrumente sind ernst, traurig, zugleich aber beginnen sie sich zu drehen, weil Musik sich immer drehen will. Ein Walzer voller Weh und Ach hebt an, eine Musik aus Eis und Feuer. Und während das Orchester die Erkennungsmelodie zur Serie „Game of Thrones“ kreisen lässt, heben und senken sich zahnradbetriebene Modelle der Handlungsorte aus einer Landkarte. Auf den Vorspann der Fantasysaga freute man sich ebenso wie auf die Episode selbst. Manchmal ließ man ihn fünf, sechsmal hintereinander laufen, bevor man dann doch nachsehen wollte, was die Khaleesi, der zwegwüchsige Tyrion Lennister oder der melancholische Nachtwache-Kommandant Jon Snow wieder trieben.

Eine „Rock-’n’-Roll-Show“ aus Musik, Pyrotechnik und Serienszenen

Der Komponist dieser Musik ist ein Deutscher – Ramin Djawadi (43) aus Duisburg. Jetzt kommt er mit seinen betörenden Klängen auf Deutschlandtour, nachdem er den Kompositionsauftrag damals wegen Überbeschäftigung nur sehr verhalten angenommen hatte. Inzwischen ist ein Welthit daraus geworden und am Montag (14. Mai) startet in Berlin mit großem Orchester die erste Konzertreise. Auf der Bühne gibt es einen Eisernen Thron zu sehen, viel Pyrotechnik und natürlich Szenen der Serie auf riesigen Leinwänden.

Die Spezialeffekte der Serie sind überwältigend, haben Kinoreife. Wenn die Drachen der Khaleesi Feuer auf das Heer der Lennisters regnen lassen oder der Nachtkönig mit seiner Armee der Toten aufmarschiert, dürfte die Verbindung aus Bild und Ton Zuschauers Nackenhärchen lotrecht stellen. Alle sieben bisherigen Staffeln werden im Konzert im Schnelldurchgang durchmessen.

Seit „Iron Man“ ist Djawadi in Hollywood ein Name

In Hollywood ist Djawadi schon seit Mitte der Nullerjahre bekannt, schrieb die Scores für „Iron Man“ (2008) und für die Serie „Prison Break“ (2014). Ähnlichen Ohrwurmcharakter wie sein „Got“-Walzer hat sein jüngstes Meisterwerk - der Walzer zur Sci-Fi-Serie „Westworld“ (2016). Wenn im Vorspann 3D-Drucker zu den den erneut sehr wehmütigen Streicher- und Klavierklängen Kunstwesen erschaffen, die im Serienverlauf dann künstliche Intelligenz entwickeln, ist das erneut so ein hinreißendes Gesamtkunstwerk. Auch hier gilt: Zurückzappen und gleich nochmal gucken.

In den USA und Kanada war die „Game of Thrones“-Tournee 2017 ein Riesenerfolg. In Deutschland geht es durch fünf Städte – auf Berlin folgen Hamburg (29. 5.), München (4. 6.), Frankfurt (7. 6.) und Köln (8. 6.).

Karten für alle Termine gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen und Duderstadt sowie auf gt-tickets.de.

Von Matthias Halbig / RND

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