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Medien Nach dem „Tatort“ aus Köln: Was passiert, wenn ein Polizist auf einen Täter schießt?
Nachrichten Medien Nach dem „Tatort“ aus Köln: Was passiert, wenn ein Polizist auf einen Täter schießt?
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21:50 10.06.2019
Klaus J. Behrendt als Max Ballauf übergibt seinem Kollegen wortlos die Dienstwaffe nach dem Schuss. Quelle: dpa
Köln

Am Ende geht alles ganz schnell. Im Kölner „Tatort“ namens „Kaputt“ erschießt Kommissar Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) in Notwehr die tatverdächtige Polizistin Melanie Sommer (Anna Brüggemann). Anschließend übergibt er seine Dienstwaffe wortlos an seinen Kollegen Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär). Der Rest ist Schweigen. Abspann.

Doch was passiert eigentlich während der Stille nach dem Schuss? Wie geht es für den Beamten weiter, der jemanden in der Ausübung seines Dienstes erschossen hat? „Die Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren ein“, sagt Oliver Malchow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Polizisten erhalten nach Schusswaffengebrauch psychische Betreuung

„In der Regel wird dem Kollegen oder der Kollegin psychische Betreuung angeboten. Das wird aber von Fall zu Fall unterschiedlich gehandhabt.“ Dabei spielt es keinen Unterschied, ob ein Kommissar oder ein Polizist den tödlichen Schuss abgegeben hat.

Dazu Malchow: „Polizist ist Polizist. Jeder, der eine Waffe besitzt, wird entsprechend ausgebildet und muss regelmäßig Schießübungen absolvieren. Wie in anderen Jobs auch ist man für sein Handeln verantwortlich.“ Doch in welchen Fällen muss überhaupt von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden? „Das hängt von der jeweiligen Situation ab“, erklärt Malchow weiter. „Aber es gibt natürlich einige Fälle, in denen zur Waffe gegriffen wird. Ziel ist es, den Täter angriffs- und fluchtunfähig zu schießen.“ Das sei für jeden Kollegen eine sehr belastende Situation. „Kein Polizist erschießt gerne einen Menschen!“

Von Thomas Kielhorn/RND

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