Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Netzwelt Unerwartete Schützenhilfe für AKK: „MrWissen2go“ will „freiwillige Selbstverpflichtung“ im Internet
Nachrichten Medien Netzwelt Unerwartete Schützenhilfe für AKK: „MrWissen2go“ will „freiwillige Selbstverpflichtung“ im Internet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:19 11.06.2019
Mirko Drotschmann aka „MrWissen2go“ spricht sich klar für mehr Qualitätsstandards in der Onlinewelt aus. Quelle: imago images / imagebroker
Passau

Der bekannte deutsche Youtuber „MrWissen2go“ hat sich für eine freiwillige Selbstverpflichtung von Web-Kanälen ausgesprochen und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer verteidigt. „Auch im Internet muss es Qualitätsstandards geben“, sagte der Journalist Mirko Drotschmann der „Passauer Neuen Presse“. Ein Vorbild könne der Presserat für klassische Medien sein. Drotschmann gehört zu den bekanntesten Youtubern in Deutschland und hat auf seinem Youtube-Kanal „MrWissen2go“ knapp eine Million Abonnenten.

In dem Interview verteidigte Drotschmann Kramp-Karrenbauer gegen die Kritik für ihre Bemerkung zur Medienmacht. „Die CDU-Vorsitzende hat sich sehr ungeschickt ausgedrückt. Aber ich glaube nicht, dass es ihr wirklich um Zensur ging“, sagte der Youtuber. Die Politik müsse sich aber eingestehen, dass es als Rundfunk nicht mehr nur TV und Hörfunk gebe, sondern auch Internet. „Deshalb müssten Gesetze wie der Rundfunkstaatsvertrag erweitert werden“, forderte Drotschmann. „Die Zeitungen kennen den Presserat, so etwas könnte es auch für das Internet geben, etwa durch eine freiwillige Selbstverpflichtung.“

Politiker sollen Gründe für Resonanz auf Video von „Rezo“ verstehen

Zur Aufregung der Politik über die jüngsten Youtube-Videos von „Rezo“ und anderen erklärte Drotschmann, die Politiker sollten die Ursache der großen Resonanz auf das Video begreifen: „Das Gefühl, von der Politik nicht verstanden, ignoriert und teilweise belächelt zu werden, das bei vielen jungen Menschen vorherrscht.“ Sein Rat in der „Passauer Neuen Presse“: „Und daraus sollten sie einen Rückschluss ziehen - auch in Bezug auf eine bessere Kommunikation.“

Von RND/dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn es um digitale Behördengänge geht, besteht in Deutschland deutlich Nachholbedarf. Auch beim Breitband-Ausbau zeigen sich in der Bundesrepublik im Vergleich zu den anderen EU-Staaten deutliche Defizite.

11.06.2019
Netzwelt Besser als Fernsehen - Videospiele machen nicht dick

Couch-Potatos werden dick und übergewichtig. Dieses Vorurteil mag auf Fernseh-Stubenhocker zutreffen. Für Video- und Computerspiel-Zocker gilt das aber wohl nicht.

11.06.2019

Soziale Medien haben auch eine dunkle Seite. Besonders Kinder und Jugendliche machen immer wieder negative Erfahrungen. Sie werden nicht nur gemobbt, sondern kommen ungewollt mit Sex und Gewalt in Berührung. Vieles davon fällt unter das Strafrecht.

11.06.2019