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Panorama 3200 Schöffen werden in Niedersachsen gesucht
Nachrichten Panorama 3200 Schöffen werden in Niedersachsen gesucht
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09:13 20.03.2013
Foto: Bis zum Sommer haben die Städte und Gemeinden Zeit, ihre Wahllisten mit den ehrenamtlichen Richtern den Wahlausschüssen der Amtsgerichte zu übergeben.
Bis zum Sommer haben die Städte und Gemeinden Zeit, ihre Wahllisten mit den ehrenamtlichen Richtern den Wahlausschüssen der Amtsgerichte zu übergeben. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Bewerben können sich deutsche Staatsangehörige, die am 1. Januar 2014 zwischen 25 und 69 Jahre alt sind. Ausgeschlossen sind allerdings Bewerbungen von Personen, die beispielsweise vorbestraft oder insolvent sind. Auch Mitarbeiter von Justizberufen dürfen nicht Schöffe werden. Für ihre Tätigkeit müssen Schöffen vom Arbeitgeber freigestellt werden. Sie bekommen eine Aufwandsentschädigung.

Das Ehrenamt der Schöffen sei in der Öffentlichkeit kaum bekannt, sagt Hildegard Minthe, Landesvorsitzende der Vereinigung ehrenamtlicher Richterinnen und Richter in Niedersachsen. "In meinen Augen ist es ein sehr verantwortungsvolles und hochstehendes demokratisches Ehrenamt", betont sie. Sie rate jedem Interessenten, sich im Vorfeld über das Amt zu informieren. Einige Volkshochschulen bieten beispielsweise Informationsveranstaltungen an.

Schöffen an den Amts- und Landgerichten haben viel Einfluss. Sie sind während der Verhandlung an der Sachaufklärung und an der Urteilsfindung ebenso beteiligt wie die Berufsrichter. Da Urteile mit einer Zweidrittelmehrheit gefällt werden müssen, können sie Berufsrichter auch überstimmen.

Für das Amt seien daher qualifizierte Laien wichtig, sagt Hasso Lieber, Vorsitzender des Bundesverbandes ehrenamtlicher Richterinnen und Richter: "Es ist völlig egal, ob jemand, der zum Schöffenamt geeignet ist, Beamter, Handwerker oder Hausfrau ist. Alle haben den gleichen Zugang. Allerdings müssen sie auch in der Lage sein, über andere urteilen zu können."

dpa

Gabriele Schulte 19.03.2013
Matthias Heinzel 19.03.2013