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Panorama Anschläge mit Handgranaten und Panzerfaust in Ankara
Nachrichten Panorama Anschläge mit Handgranaten und Panzerfaust in Ankara
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13:20 20.03.2013
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Ankara

Auf TV-Bildern waren Rettungsfahrzeuge zu sehen und Polizisten, die Straßen absperrten. "Das ist ein Angriff auf die Demokratie", zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den AKP-Politiker Hüseyin Celik. Die Hintergründe der Tat sind aber bislang unklar. Zunächst bekannte sich niemand zu den Taten. In der Vergangenheit hatten kurdische Militante, ultralinke sowie nationalistische Gruppen und islamische Extremisten Anschläge in der Türkei verübt. 

Nach einem tödlichen Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Ankara Anfang Februar war die türkische Polizei in den vergangenen Wochen zu mehreren Großeinsätzen gegen Mitglieder der linksextremen DHKP-C ausgerückt. Zuletzt hatte es in Ankara zudem Befürchtungen gegeben, es könne inmitten laufender Friedensgespräche mit dem inhaftierten Chef der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, zu gezielten Provokationen kommen.

Es wird erwartet, dass Öcalan am Donnerstag einen Waffenstillstand ausruft. Damit könnte der seit fast 30 Jahren andauernde Kampf der PKK für einen eigenen Staat enden. Öcalan ist seit Monaten mit türkischen Vertretern dazu in Gesprächen. Ein Sprecher der AKP erklärte am Dienstagabend nach den Anschlägen, seine Partei werde nicht einknicken. "Solche Turbulenzen können uns von unserem Weg nicht abbringen."

dpa/rtr


20.03.2013
Gabriele Schulte 19.03.2013