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Panorama Armbrust-Fall: Obduktion bestätigt Suizid in Wittingen
Nachrichten Panorama Armbrust-Fall: Obduktion bestätigt Suizid in Wittingen
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17:13 06.09.2019
In einem Wittinger Wohnhaus waren die beiden Frauenleichen gefunden worden. Quelle: Christophe Gateau/dpa
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Hildesheim

Die im Zusammenhang mit dem sonderbaren Armbrust-Fall tot im niedersächsischen Wittingen entdeckten Frauen aus Rheinland-Pfalz haben gemeinschaftlichen Suizid begangen. In ihrem Blut sei ein Medikamentencocktail gefunden worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, am Freitag. Nach dem Ergebnis der Obduktion gibt es keine Spuren äußerer Gewalteinwirkungen und damit keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Das Ermittlungsverfahren sei deshalb eingestellt worden.

Der Fall war zunächst völlig mysteriös: Am 11. Mai hatte eine Mitarbeiterin einer Passauer Pension drei Leichen entdeckt. Im August stellten die Ermittler in Bayern ihren Abschlussbericht vor: Demnach hatte eine 30-Jährige in dem Pensionszimmer zunächst mit einer Armbrust einen 53 Jahre alten Mann und eine 33-Jährige getötet und danach die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Der Mann und die 33-Jährige sollen zuvor mit K.-o.-Tropfen betäubt worden sein. Die Tat wurde von den Ermittlern als Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid eingestuft.

In Wittingen wurden zwei Frauenleichen in einer Wohnung gefunden

In der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen fand die Polizei wenig später die beiden Frauenleichen. Die fünf Toten aus Rheinland-Pfalz gehörten der Passauer Staatsanwaltschaft zufolge zu einer sektenähnlichen Gruppe, die der 53-Jährige um sich geschart hatte. Sie hätten sich als "Welterneuerer und Welterschaffer" gesehen.

Nähere Anhaltspunkte zum Todeszeitpunkt der 19 und 35 Jahre alten Frauen in Wittingen konnte auch die von der Staatsanwaltschaft Hildesheim in Auftrag gegebene feingewebliche Untersuchung nicht liefern. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass sich weitere Personen in der Wohnung aufgehalten hätten, teilte die Behörde mit. Bereits die Situation beim Fund der Leichen habe auf Suizid hingedeutet. Weitere Details wollte Staatsanwältin Pannek "aus Rücksicht auf die Toten und ihre Angehörigen" nicht nennen.

Lesen Sie auch: Armbrust-Fall: Tote 19-Jährige aus Wittingen hatte seit Jahren keinen Kontakt zu ihren Eltern

Haben Sie Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111 (ev.)

0800 - 111 0 222 (rk.)

0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

RND/dpa/hsc

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