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Panorama BGH-Urteil: Bauschutt-Recycler haftet nicht für Explosion von Weltkriegsbombe
Nachrichten Panorama BGH-Urteil: Bauschutt-Recycler haftet nicht für Explosion von Weltkriegsbombe
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11:59 05.07.2019
Bei Baggerarbeiten in einem Industriegebiet in Euskirchen ist 2014 eine Bombe explodiert. Quelle: Wolfgang Andres/dpa
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Karlsruhe

Ein Bauschutt-Recycler, auf dessen Gelände 2014 eine alte Fliegerbombe detoniert war, haftet nicht für die Schäden an den umliegenden Gebäuden. Eine Pflicht, sämtlichen angelieferten Schutt vorsorglich auf versteckte Bomben zu untersuchen, wäre überzogen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag. Das Risiko sei dem Unternehmer auch nicht mehr zuzurechnen als seinen Nachbarn. Die Explosion einer Weltkriegsbombe treffe alle „gleichermaßen zufällig und schicksalhaft“.

Damit sind zwei Gebäudeversicherer mit ihren Klagen auch in letzter Instanz gescheitert. Sie wollten von der Recycling-Firma einen Betrag von mehr als einer Million Euro zurück. Der in einem Schuttbrocken verborgene Blindgänger war in Euskirchen im Rheinland beim Zerkleinern von Bauschutt detoniert. Ein Arbeiter starb, 13 Menschen wurden verletzt. Die Druckwelle richtete große Schäden an.

Von RND/dpa