Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Panorama Rettung von Julen: Helfer stehen kurz vor Durchbruch
Nachrichten Panorama Rettung von Julen: Helfer stehen kurz vor Durchbruch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:08 25.01.2019
Die Eltern des zweijährigen Julen, Jose Rosello (links) und Vicky Garcia (Mitte) verfolgen am Unglücksort die Bergung ihres Sohnes. Quelle: dpa
Málaga

Die Suche nach dem kleinen Julen in einem tiefen Brunnenschacht in Südspanien ist nach zwölf Tagen in die entscheidende Phase gegangen. Ein achtköpfiges Team von Bergarbeitern startete am Donnerstagabend seinen Einsatz in einem etwa 70 Meter tiefen Rettungsloch. Doch auch hier treffen die Helfer erneut auf Probleme.

Bei dem Versuch, einen 3,8 Meter langen Verbindungstunnel zu der Stelle zu graben, an der der Zweijährige vermutet wird, werden die Einsatzkräfte von harten Gesteinsbrocken immer wieder zurückgeworfen.

Boden wurde mit Mikrosprengungen gelockert

Die Männer müssen sich unter Tage per Hand, nur ausgestattet mit kleinen Schaufeln un Spitzhacken, zu dem Jungen vorarbeiten. Weil die Bergarbeiter auch in der Nacht zum Freitag auf extrem harten Felsen gestoßen seien, seien zwei Mikrosprengungen zur Lockerung des Bodens durchgeführt worden, berichteten die Zeitung „La Vanguardia“.

Es ist eine mühsame Operation: Zu zweit müssen die Bergleute zusammen mit dem entfernten Erdreich in einer engen Kapsel des Parallelschachts immer wieder rauf- und runtergebracht werden.

Julen könnte gegen 17 Uhr am Freitagnachmittag geborgen werden

Wie die spanische Zeitung „El Mundo“ berichtet, war die Hälfte des Quertunnels am Freitagmorgen fertiggestellt. Gehen die Arbeiten weiter in diesem Tempo voran, rechnen die Helfer damit, gegen 17 Uhr die Stelle im Tunnel zu erreichen, an der sie das Kind vermuten.

Sprecher der Guardia Civil, Jorge Martín, sagte gegenüber dem spanischen Blatt „La Vanguardia“, dass ein Hubschrauber auf Julen warte und bei Bedarf auch eine mobile Intensivstation bereitstehe.

„Kein Bergmann bleibt in der Mine“, lautet der Leitsatz der Bergwerksrettungsbrigade. Und für die Retter ist Julen derzeit ein Bergmann.

Von RND/dpa/mat

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auch Promis müssen sich mit Problemen wie verloren gegangenen Koffern am Flughafen aufhalten. So auch Schauspieler Matt Damon, der sich kurzerhand in geliehenen Klamotten vor die Unternehmer-Elite am Weltwirtschaftsforum in Davos stellte.

25.01.2019

Seit 20 Jahren beschäftigt das Verschwinden der kleinen Hilal die Hamburger Polizei. Jetzt haben die Ermittler einen neuen Zeugenaufruf gestartet und erhoffen sich den entscheidenden Hinweis.

25.01.2019

Wieder einmal ist ein Verurteilter in den USA nach einer jahrelangen Haftstrafe freigesprochen worden. Offenbar drängten die Ermittler den damals 16-Jährigen nach dem Mord an seiner Mutter so in die Enge, dass er die Tat gestand.

25.01.2019