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Panorama Bundesweite Razzia nach Einsturzunglück von Köln
Nachrichten Panorama Bundesweite Razzia nach Einsturzunglück von Köln
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13:21 31.03.2009
Die Luftaufnahme zeigt die Unglücksstelle rund um das eingestürzte Historische Stadtarchiv in Köln. Quelle: Hans Blossey/ddp
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Im Zuge der großangelegten Aktion wurden nach Angaben der Strafverfolger rund 40 Objekte durchsucht, darunter Einrichtungen der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sowie Niederlassungen von Baufirmen und Ingenieurbüros in mehreren Bundesländern. An der Razzia waren über 200 Polizisten beteiligt.

Durchsucht wurden laut Staatsanwaltschaft unter anderem Einrichtungen in Köln, Essen, Düsseldorf, Berlin, Erfurt, München, Karlsruhe, Wiesbaden und Dillenburg. Die Firmen und Ingenieurbüros sind den Angaben zufolge an den U-Bahn-Bauarbeiten in Köln beteiligt, die am 3. März zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs und zweier Nachbarhäuser geführt haben sollen. Mit der Razzia wollten die Ermittler Beweismittel sicherstellen, die für das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten zur Unglücksursache benötigt werden.

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Laut Staatsanwaltschaft zeigten sich zwar die Beteiligten bislang bei den Ermittlungen ausnahmslos kooperationsbereit. Dennoch seien die Durchsuchungen unumgänglich gewesen, da die Behörde die Übergabe der Beweismittel „wegen der Bedeutung der Sache“ nicht allein in die Hände der Betroffenen legen könne. Weitere Einzelheiten wollte die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen, „um den Ermittlungszweck nicht zu gefährden“.

Die Strafverfolger ermitteln nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung sowie Baugefährung. Das Ermittlungsverfahren richtet sich derzeit weiter gegen Unbekannt. Bei dem Unglück an der Severinstraße in der Kölner Südstadt waren zwei junge Männer ums Leben gekommen, deren Leichen erst nach tagelanger Suche geborgen werden konnten. Das Gebäude des Stadtarchivs, eines der bedeutendsten kommunalen Archive Europas, war in die unmittelbar davor liegende U-Bahn-Baustelle gestürzt. Dabei wurden zahlreiche wertvolle Archivalien unter den Trümmern verschüttet.

afp