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Panorama Drei Frauen bei Massenpanik in Budapester Disko getötet
Nachrichten Panorama Drei Frauen bei Massenpanik in Budapester Disko getötet
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17:45 16.01.2011
Nach einer Massenschlägerei gerieten Besucher der Disko in der ungarischen Hauptstadt Budapest in Panik. Quelle: dpa
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Zunächst blieb unklar, was die Panik ausgelöst hatte. Frühere Berichte, denenzufolge eine Massenschlägerei der Tragödie vorausgegangen sei, wurden von der Polizei dementiert. Auch hat es nach Angaben des ungarischen Rettungsdienstes keine Verletzten gegeben.

Das „West-Balkan“ gilt als einer der beliebtesten Party-Clubs in Budapest. Auch am Samstagabend hatte sich dort eine große Zahl von hauptsächlich jungen Menschen eingefunden, um sich bei einer Techno- Night in dem auf mehrere Etagen verteilten Lokal zu amüsieren. Augenzeugen berichteten dem Internet-Portal „index.hu“ über einen enormen Andrang am Eingang und im Bereich der Garderobe kurz vor dem Unglück. Einige zogen Vergleiche zur tödlichen Massenpanik bei der Love Parade im letzten Juli in Duisburg, bei der 21 Menschen ums Leben gekommen waren.

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Mehrere Augenzeugen wollen mitbekommen haben, dass die jungen Frauen durch Messerstiche tödlich verletzt worden seien. Die Polizei dementierte dies. Der ungarische Rettungsdienst erklärte lediglich, dass an den Opfern „durch äußere Einwirkung verursachte Verletzungen“ festgestellt wurden. Diese könnten durch während der Panik erlittene „Stöße und Tritte“ verursacht worden sein. Die eindeutige Todesursache werde aber erst nach Abschluss der Untersuchung genannt werden können, sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes.

Die Polizei wollte nach Medienberichten untersuchen, ob sich eine größere als die zulässige Zahl an Menschen in der Disco aufhielt und ob ausreichende Fluchtwege zur Verfügung standen. Das Lokal ist auf 1600 Besucher angelegt. Nach Medienberichten seien aber in der Garderobe mindestens 1800 Bekleidungsstücke abgegeben worden. Auf dem Programm hatte eine Techno-Party gestanden.

Nach dem Unglück verbrachten hunderte junge Disco-Besucher die Nacht im Wartesaal des nahe gelegenen Westbahnhofs. Beim fluchtartigen Verlassen des Unglückslokals mussten sie ihre Mäntel und Jacken an der Garderobe zurücklassen, in denen sie ihre Wohnungs- und Autoschlüssel eingesteckt hatten. Ein auf der Internet-Plattform Facebook kreierter Auftritt unter dem Namen „Samstagabend-Tragödie (West Balkan)“ zog bis zum Sonntagnachmittag knapp mehr als 10 000 Sympathisanten an. Die Initiative will Anteilnahme für die Opfer ausdrücken.

dpa