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Panorama Easy-Foodstore macht Aldi Konkurrenz
Nachrichten Panorama Easy-Foodstore macht Aldi Konkurrenz
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00:15 08.02.2016
Eineinhalb Tage nach der Eröffnung musste der erste Easy-Food­store vorübergehend schließen; es gab schlichtweg keine Ware mehr, die er hätte anbieten können. Quelle: Facundo Arrizabalaga/dpa
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London

In Katastrophengebieten kommt es mitunter vor, dass Geschäfte mangels Ware schließen müssen – in Großbritannien aber, einem Einkaufsparadies beinahe schon amerikanischen Stils, waren solche Entwicklungen bislang eher unbekannt. Bis Donnerstag.

Nur eineinhalb Tage nach der Eröffnung musste der erste Easy-Food­store in Park Royal im Nordwesten Londons vorübergehend schließen; es gab schlichtweg keine Ware mehr, die er hätte anbieten können. "Wir haben am Mittwoch unser gesamtes Sortiment verkauft", teilte das Unternehmen in einer Entschuldigung mit. Selbst aus dem 130  Kilometer entfernten Canterbury seien Menschen angereist, berichteten Mitarbeiter.

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Alles im Geschäft kostet dasselbe

Dass Kunden in einem Land, in dem viele Supermärkte 24 Stunden am Tag geöffnet sind, einen ganzen Laden plündern, hat einen simplen Grund: den Preis. ­Alles im Geschäft kostet dasselbe – 25 Pence, umgerechnet 33 Cent. Egal ob Kekse, Limonade oder Konserven, überall prangt ein einziges Preisschild.

Easy-Foodstore ist die jüngste Idee von Sir Stelios Haji-Ioannou, dem Erfinder der Billigfluglinie Easyjet. Damit tritt Stelios zu einer Zeit in den britischen Einzelhandel ein, in der dieser seine bislang härteste Phase des Wettbewerbs erlebt. Seit Kurzem bauen Discounter wie Aldi und Lidl ihre Präsenz in den britischen Innenstädten massiv aus und setzen die Marktführer Tesco, Asda und Sainsbury’s unter massiven Preisdruck. Inzwischen unterbieten sich die Einzelhandelsketten gegenseitig fast täglich mit ihren Angeboten und Rabatt­aktionen. In Relation zum Einkommen waren Lebensmittel in Großbritannien noch nie so günstig wie jetzt.

Logische Fortsetzung des Easy-Konzepts

Dazu kommt eine britische Besonderheit: Bereits seit vielen Jahren gibt es hier allerorten sogenannte Pound Shops, Läden, in denen die meisten Produkte für ein Pfund zu haben sind. Dieses etablierte Prinzip ist nun die Grundlage für den Easy-Foodstore – nur zu einem deutlich günstigeren Preis.

Für Stelios Haji-Ioannou ist der Supermarkt die logische Fortsetzung seines Easy-Konzepts. Zu seinen Entwicklungen zählen neben der Airline Easyjet unter anderem eine Autovermietung, Hotels, Fitnessstudios sowie ein Fernbusunternehmen.

Von Michael Pohl

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