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Panorama Eltern bringen Kind nicht ins Krankenhaus: Spezialeinheit bricht Tür auf, um Jungen zu retten
Nachrichten Panorama Eltern bringen Kind nicht ins Krankenhaus: Spezialeinheit bricht Tür auf, um Jungen zu retten
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14:27 28.03.2019
Um ein krankes Kind ins Krankenhaus zu bringen, mussten Polizeibeamte im US-Bundesstaat Arizona eine Wohnung stürmen. Quelle: picture alliance/newscom/James Atoa
Chandler

Es sind Szenen wie in einem Actionfilm, in dem sich Polizisten gewaltsam Zugang zu der Wohnung eines Kriminellen verschaffen. Doch die Einsatzkräfte der US-Spezialeinheit, die Ende Februar die Tür zu einer Wohnung in Chandler im US-Bundesstaat Arizona aufbrachen, hatten einen ganz anderen Auftrag: ein krankes Kind ins Krankenhaus zu bringen.

Dessen Mutter hatte zuvor mit ihrem zweijährigen Sohn eine Naturheilpraxis besucht. Der dort tätige Heilpraktiker stellte 40,4 Grad Fieber bei dem Kleinkind fest und sprach eine eindeutige Empfehlung aus, den Jungen in ein Krankenhaus zu bringen. Doch statt ins Hospital fuhr die Mutter mit dem kranken Kind nach Hause. Als der Heilpraktiker vom Krankenhaus erfuhr, dass das Kind dort nicht aufgenommen wurde, alarmierte er die Polizei.

Die zuständigen Beamten versuchten zunächst, den Vater des kranken Jungen zu erreichen. Der lehnte jedoch eine Sozialkontrolle ab. Als die Beamten am späten Abend zu der Wohnung der Familie kamen, öffneten die Eltern nicht die Tür – allerdings hörten die Polizisten lautes Kinderhusten.

Polizisten finden drei kranke Kinder in der Wohnung

Aus Sorge um den kranken Jungen gingen die Beamten den nächsten Schritt und „erzwangen den Zugang zu Wohnung“, wie es in einem Polizeibericht heißt. Aufgrund einer möglicherweise lebensbedrohlichen Krankheit hatte es einen gerichtlichen Beschluss gegeben, das Kind aus der Wohnung zu holen und umgehend ins Krankenhaus zu bringen.

Dafür wurde von einer Spezialeinheit die Tür gewaltsam aufgebrochen. In der Wohnung fanden die Beamten drei kranke Kinder, von denen zwei mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurden.

Den Eltern wurde vorübergehend das Sorgerecht entzogen; die drei Kinder leben aktuell bei ihren Großeltern. Inwiefern das gewaltsame Aufbrechen im Rahmen des Polizeieinsatzes gerechtfertigt war, muss nun gerichtlich geklärt werden.

Von RND/liz

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