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Panorama Entflohene Schwerverbrecher in NRW gesichtet
Nachrichten Panorama Entflohene Schwerverbrecher in NRW gesichtet
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21:26 28.11.2009
Die flüchtigen Straftäter Michael Heckhoff (links) und Peter Paul Michalski. Quelle: ddp
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Wie eine Polizeisprecherin in Köln sagte, blieb das Ehepaar unverletzt. Eingeleitet wurde am Abend eine Fahndung nach dem gestohlenen Fluchtfahrzeug - einem schwarzen BMW der 5er Baureihe mit dem Kennzeichen E-PS 1010. Die Sprecherin wies noch einmal auf die Gefährlichkeit der Täter hin.

Nach Angaben der „Bild“-Zeitung hatten die Kriminellen in der Nacht zum Samstag ein älteres Ehepaar in deren Haus in Essen-Werden überfallen. Sie ließen sich danach stundenlang von ihren Opfern in deren 5er BMW herumfahren. Gegen 19 Uhr seien die Opfer in Mülheim-Saarn freigelassen worden. Danach sollen die beiden Ausbrecher auf den Autobahnen A52 und A40 gesehen worden sein.

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Die beiden 50 und 46 Jahre alten Männern waren wegen Mordes, Mordversuchs und Raubes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Ein 40-jähriger Gefängnis-Bediensteter soll die beiden Schwerverbrecher aus der JVA Aachen herausgeschleust und mit schussbereiten Dienstwaffen nebst Munition ausgestattet haben. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Die zwei Männer hatten am Donnerstagabend in der Aachener JVA fünf verschlossene Türen mit einem Schlüssel öffnen können. Einen Wärter überwältigten und fesselten sie. Vor dem Gebäude winkten sie ein zufällig vorbeifahrendes Taxi heran und flohen damit in Richtung Köln. Am Freitag zwangen sie eine 19-jährige Autofahrerin, sie von Köln nach Essen zu bringen. Dort blieb der Wagen wegen Spritmangels stehen. Die Männer ließen die 19-Jährige unverletzt im Auto zurück und flüchteten.

Das Taxi, mit dem die beiden Schwerverbrecher von der JVA in Aachen wegfuhren, hat nach bisherigen Erkenntnissen zufällig an der Anstalt gehalten. Der 44-jährige Taxifahrer sagte der „Bild“-Zeitung (Samstagausgabe), er habe bei der Fahrt Todesangst gehabt. Die Gangster hätten ihm Pistolen an den Kopf gehalten und gesagt: „Wir sind entflohene Häftlinge, haben lebenslänglich und nichts zu verlieren. Also mach keinen Scheiß!“

Die Verbrecher ließen sich zuerst nach Kerpen fahren und stiegen dort mitsamt dem Fahrer in ein zweites Taxi um, das sie nach Köln brachte. Dort hatte sich auf dem Bahnhofsplatz zunächst ihre Spur verloren. Am Freitagabend waren sie in Essen-Kettwig gesichtet worden. Daher konzentrierten sich die Ermittlungen am Samstag auf das Ruhrgebiet, wo mit Hubschraubern und Spürhunden nach den bewaffneten Schwerverbrechern gesucht wurde.

ddp

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