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Panorama Entführte Sechsjährige: Eltern sollen dem Kind keine Fragen stellen
Nachrichten Panorama Entführte Sechsjährige: Eltern sollen dem Kind keine Fragen stellen
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10:12 28.05.2019
Kripobeamte durchsuchen die Wohnung des Tatverdächtigen. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Was ist mit dem Kind passiert? 22 Stunden lang war ein sechsjährige Mädchen aus Drewitz verschwunden, wurde laut einer Untersuchung sexuell missbraucht. Die Mutter des Kindes sagte der „Bild“: „Die Polizei sagte, wir sollen sie nicht darauf ansprechen, oder danach fragen.“

Das Mädchen war mit ihrem Vater in einem Möbelgeschäft, als es am Samstagnachmittag verschwand. Die Mutter hielt sich zu dem Zeitpunkt in ihrer asiatischen Heimat auf und erfuhr wohl erst nach ihrer Rückkehr am Montag von der Entführung – als das Kind wieder aufgetaucht war.

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Das Mädchen wollte erst einmal schlafen

„Das wichtigste ist: Meiner Tochter geht es gut. Bis auf eine kleine Verletzung am Knie. Sie ist sonst unverletzt und kerngesund“, sagte die Mutter der Zeitung am Montagmittag. Kurze Zeit später wurden allerdings die Untersuchungsergebnisse bekannt, wonach das Mädchen sexuell missbraucht wurde. Der Mutter zufolge wollte das Kind nach seiner Freilassung erst einmal schlafen.

Im Widerspruch dazu sind auch erste Aussagen der Polizei, wonach das Kind am Sonntagmittag verletzt, zitternd und weinend auf einem Gehweg gefunden wurde. Die Sechsjährige soll die Beamten zur Ein-Zimmer-Wohnung des Mannes, der sie gefangen gehalten haben soll, geführt haben, berichtet die „Bild“.

Offenbar hatte sie die Chance zur Flucht genutzt, als der völlig betrunkene 58-Jährige einschlief. Berichte, wonach das Mädchen gesagt habe, es sei „geklaut“ worden und habe eigenständig flüchten können, wollte die Staatsanwaltschaft gegenüber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ aber nicht bestätigen.

Verdächtiger soll bei Festnahme 1,8 Promille gehabt haben

Bei seiner Festnahme soll der Mann laut „Bild“ 1,8 Promille gehabt haben. Bis Montagmittag sei er nicht vernehmungsfähig gewesen. Unter Berufung auf Ermittlerkreise heißt es in dem Bericht, dass sowohl in der Wohnung des 58-Jährigen als auch an den Schuhen des Mädchens Blutspuren gefunden worden seien.

Gegen den Verdächtigen wurde inzwischen ein Haftbefehl beantragt, es bestehe Fluchtgefahr, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“. Ihm wird schwerer sexueller Missbrauch an einem Kind vorgeworfen. Beamte durchsuchten am Montag erneut stundenlang seine Wohnung und befragten Nachbarn.

Von RND/msk

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