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Panorama Erster Ebola-Patient soll nach Hamburg kommen
Nachrichten Panorama Erster Ebola-Patient soll nach Hamburg kommen
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22:07 28.07.2014
Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) soll ein mit dem Ebola-Virus infizierter Mann behandelt werden. Quelle: dpa (Archiv)
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Hamburg/Freetown

Möglicherweise handelt es sich um den wichtigsten Ebola-Arzt aus Sierra Leone, der am schwersten getroffen Region. Sheik Umar Khan hat seit dem Ausbruch der Krankheit bereits über hundert Patienten behandelt. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass er sich selbst mit dem Erreger angesteckt hat.  

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angefragt, ob ein Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation dort versorgt werden könnte, wie UKE-Sprecherin Christine Trowitzsch am Montag erklärte. Der Mann war in die medizinische Versorgung von Ebola-Patienten in Sierra Leone eingebunden und laut Informationen des „Hamburger Abendblatts“ ein „wichtiger Mitarbeiter“. Möglicherweise sei es der Virologe Sheik Umar Khan.  

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Es sprechen weitere Indizien dafür, dass es sich um den Arzt Sheik Umar Khan handelt. Der 39-Jährige gilt als anerkannter Experte im Kampf gegen Krankheiten wie Ebola oder das Lassa-Fieber, er arbeitet seit fast zehn Jahren auf diesem Gebiet. Als bekannt wurde, dass sich der Mann im Kampf gegen Ebola ebenfalls mit dem Virus infiziert hatte, erklärte Miatta Kargbo, Gesundheitsminister von Sierra Leona: „Sheik Umar Khan ist positiv getestet worden und befindet sich nun im Krankenhaus in Kailahun.“ Der Minister bezeichnete den 39-jährigen Arzt als „Nationalhelden“ und kündigte an, alles in seiner Macht stehende zu tun, „damit er überlebt“. Dies könnte auch eine Behandlung in Deutschland bedeuten.

Das UKE und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin haben bei der Therapie von solch hoch ansteckenden Erkrankungen einen hervorragenden Ruf. Am UKE befindet sich eine Spezialabteilung, die auf die Behandlung von Patienten mit hochansteckenden Krankheiten eingerichtet ist. Die Einrichtung sei von der übrigen Patientenversorgung baulich getrennt, betonte UKE-Sprecherin Christine Trowitzsch. Die drei Behandlungszimmer mit insgesamt sechs Betten haben einen eigenen Schleusenbereich und eine spezielle Raumlufttechnik. Ärzte und Pflegepersonal seien speziell in der Versorgung von Infektionskrankheiten geschult. Die Sicherheitsvorkehrungen sind Trowitzsch zufolge so hoch, dass es für Mitarbeiter und Öffentlichkeit keinen Grund zur Sorge gebe.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt und ist hochansteckend. Es kann unter anderem zu Fieber und schweren Blutungen führen. Die aktuelle Epidemie war im März in Guinea ausgebrochen und hatte sich schnell nach Liberia und Sierra Leone ausgebreitet. Nach WHO-Angaben hatten sich bis zum 20. Juli 1093 Menschen mit Ebola infiziert, 660 Patienten sind gestorben. Liberia kündigte am Montag an, alle Grenzen zu den Nachbarstaaten zu schließen. Ausnahmen seien lediglich zwei Flughäfen und drei andere Grenzpunkte.

Julia Ranniko

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