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Panorama Fall Lügde: Landrat in Hameln tritt wegen Burn-out zurück
Nachrichten Panorama Fall Lügde: Landrat in Hameln tritt wegen Burn-out zurück
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17:30 11.10.2019
Tjark Bartels (SPD), Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont, tritt zurück. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Lügde/Hameln

Tjark Bartels, Landrat von Hameln-Pyrmont, hat seinen Rücktritt angekündigt. Das berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ). Als Grund gibt Bartels einen schweren Burn-out an. Er sei seit gut drei Monaten erkrankt. Das niedersächsische Innenministerium bestätigte, dass der Landrat einen Antrag auf Außerdienststellung gestellt habe.

In einer zehnminütigen Videobotschaft erklärt Bartels, warum er sich zurückzieht. So leide er seit mehreren Monaten an einem Burn-out, doch habe er die Erkrankung anfangs gar nicht wahrgenommen. Das Burn-out hinge auch mit den Kindesmisshandlungen auf dem Campingplatz Lügde zusammen.

Bartels stellte sich vor Mitarbeiter

„Auch wir waren daran beteiligt“, sagt Bartels und räumt erneut Fehlentscheidungen des Jugendamtes Hameln ein, das auch in den Skandal verwickelt war. „Das ist insgesamt nicht gut gelaufen“, so Bartels, doch habe sich auch nach dem Skandal „an vielen anderen Stellen nichts geändert“.

Bartels selbst war seit Bekanntwerden des Skandals heftiger Kritik ausgesetzt gewesen, auch weil er sich anfangs sehr schnell vor seine Mitarbeiter gestellt hatte, dann aber immer neue Fehler einräumen musste. „Wir sind es als Politiker gewöhnt, beschimpft zu werden – im Fall Lügde war es bei mir deutlich überschritten.“

Bartels sagt, dass viele Menschen in der Politik bereits von vornherein mit Hasstiraden im Netz rechneten und abwägen würden, wie sie in den sozialen Netzwerken ankämen. Dies habe eine nachhaltige Wirkung auf die Politik.

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