Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Panorama Deutscher in Thailand wegen Mordes verurteilt
Nachrichten Panorama Deutscher in Thailand wegen Mordes verurteilt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:50 27.06.2018
Tatort Urlaubsparadies: In Phuket tötete ein Deutscher seine thailändische Freundin (Symbolbild). Quelle: dpa
Anzeige
Phuket

Wegen des Mordes an seiner thailändischen Freundin ist ein deutscher Fitnesstrainer zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht in Phuket befand den Mann aus Lübbenau in Brandenburg am Mittwoch des vorsätzlichen Mordes für schuldig und verurteilte ihn zu acht Jahren und acht Monaten Haft.

Zudem wurde der 36-Jährige in weiteren Punkten schuldig gesprochen: Er hatte die Leiche seiner Freundin versteckt, ihren Ausweis entwendet und Geld abgehoben. Außerdem besaß er eine kleine Menge der synthetischen Droge Crystal Meth. Das Urteil trat sofort in Kraft – der Mann wurde in ein Gefängnis in Phuket gebracht.

Anzeige

Aussagen wiedersprechen sich

Die 35 Jahre alte Thailänderin war im Juli 2017 getötet worden. Nachbarn sagten, vor der Tat sei es immer wieder zu Streit zwischen dem Paar gekommen. Der Mann hatte sich im November des Totschlags für schuldig befunden, nicht aber des Mordes. Er habe seine Freundin gewürgt, sie aber nicht töten wollen, sagte der Brandenburger. Das widersprach einer früheren Aussage von ihm in einem Polizeiverhör kurz nach seiner Festnahme, in dem er sich des Mordes schuldig bekannt hatte.

Das Strafmaß wurde von den ursprünglichen 17 Jahren und vier Monaten auf acht Jahre und acht Monate halbiert. Nach Angaben eines Gerichtsmitarbeiters geschah dies, weil der Angeklagte sich schuldig bekannt hatte. Dies ist eine in Thailand gängige Praxis.

Die Kosmetikern war Anfang Juli 2017 verschwunden. Acht Tage später wurde ihr Leichnam im Dschungel gefunden. Gerichtsdokumenten zufolge hieß es in dem gerichtsmedizinischen Bericht, das Opfer habe einen Schlag auf den Kopf bekommen, wurde mit einem scharfen Gegenstand niedergestochen und sei anschließend erwürgt worden.

Von RND/dpa

Anzeige