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Panorama Gastronomen berechnen Gebühr für geplatzte Tischreservierung
Nachrichten Panorama Gastronomen berechnen Gebühr für geplatzte Tischreservierung
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16:23 29.01.2019
Einen Tisch reservieren und dann ohne abzusagen doch nicht hingehen - ein Ärgernis für Gastronomen. Quelle: Marcus Brandt/ dpa
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Keine Lust mehr auf ständige Absagen von Gästen, die reserviert haben, hat das Strandrestaurant „Kiek ut“ im schleswig-holsteinischen Heikendorf. Die Konsequenz: Der Betreiber kündigte auf Facebook an, künftig nur noch dann Tische für fünf Personen und mehr zu reservieren, wenn der Gast seine Kreditkartendaten angibt – und bis zu 20 Euro abzubuchen, wenn der reservierte Tisch leer bleibt.

Dass Gäste nicht mehr absagen, beklagt auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in Kiel. „Bei uns häufen sich seit etwa einem Jahr die Beschwerden von Restaurants über so ein Kundenverhalten“, sagt Landeshauptgeschäftsführer Stefan Scholtis.

Reservieren mit Kreditkarte: Verbraucherschützer kritisieren das

Nach der Kreditkartennummer zu fragen und Stornogebühren zu berechnen, sei eine „effiziente Möglichkeit“, um gegen ein derart unfaires Verhalten vorzugehen. Ursprünglich begannen hochpreisige Sterne-Restaurants auf Sylt damit, Gästen Gebühren in Rechnung zu stellen, wenn der reservierte Tisch leer blieb. Immer mehr Betreiber nehmen sich daran ein Beispiel: So plant etwa in Kiel die Leitung des Restaurants „Ahlmanns“, nur noch Reservierungen mit Kreditkarte anzunehmen.

Andere namhafte Gastronomen lehnen dies aber ab. Verbraucherschützer reagieren kritisch auf die Kreditkarten-Methode: „Auch wenn so ein Vorgehen rechtlich in Ordnung ist: Wir sehen darin eine drastische Maßnahme, die datenschutzrechtlich Fragen aufwirft“, sagt Vivien Rehder, Sprecherin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Kommentar:
Ulrich Metschies zu Tischreservierungen

Viele Gäste sagen Reservierung nicht ab

Rund 35 Prozent aller Reservierungen platzen inzwischen im Norden, klagt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Schleswig-Holstein. Deshalb hat er seinen Mitgliedern ein Merkblatt mit Handlungsempfehlungen erstellt, wie Gastronomen finanziellen Schaden vermeiden können. Eine Möglichkeit: Den Gast durch telefonische Nachfrage an seine Reservierung erinnern. Immer beliebter bei Gastronomen: bereits bei Reservierung eine Anzahlung verlangen, die im Notfall einbehalten werden kann.

Von Ulrich Metschies/ RND

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