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Panorama Gewitter: 177.000 Blitze zuckten über den europäischen Nachthimmel
Nachrichten Panorama Gewitter: 177.000 Blitze zuckten über den europäischen Nachthimmel
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09:09 06.06.2019
Ein Gewittersystem zog in der Nacht zum Donnerstag über Europa – und brachte 177.000 Blitze mit sich. Quelle: imago images / Jan Eifert
Offenbach

Ein großes Gewittersystem ist am Mittwochabend von Frankreich aus über die Benelux-Staaten nach Deutschland gezogen und hat den Nachthimmel dabei mit mehr als 177.000 Blitzen erleuchtet. „Das ist schon eine ordentliche Anzahl für ein Gewitter“, sagte Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am frühen Donnerstagmorgen.

Das Gewitter hatte am späten Abend Westdeutschland erreicht und vom Saarland bis in den Raum Kleve für anfangs orkanaritge Böen und Starkregen gesorgt. Auf seinem Weg nach Norden verlor es dann aber an Wucht und war am frühen Morgen größtenteils auf die Nordsee abgezogen. Größere Schäden, wie sie in der Nacht zuvor etwa ein Tornado in Bocholt angerichtet hatte, gab es in der Nacht zu Donnerstag laut ersten Mitteilungen nicht.

„Rock am Ring“ warnte am Mittwoch vor Unwettern

Die Bahn hatte am Abend vor Einschränkungen des Bahnverkehrs gewarnt. Neben kleineren Verzögerungen durch Blitzschlag seien die aber ausgeblieben, sagte ein Bahn-Sprecher am Donnerstagmorgen. Einzig im Saarland, zwischen Neunkirchen und Ottweiler sei am Morgen noch mit Verzögerungen im Regionalverkehr zu rechnen. Hier war ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt. In Kleve fielen pro Stunde und Quadratmeter bis zu 28 Liter Regen, in Winterspelt in Rheinland-Pfalz waren es in sechs Stunden 34 Liter.

Das große Rockfestival „Rock am Ring“ in der Eifel hat seine Besucher am Mittwochabend vor starkem Wind, Niederschlag und Blitzen gewarnt. Die Festivalgäste sollten ihre Zelte und Pavillons sichern. “Nach Möglichkeit solltet ihr euch ihn euren Fahrzeugen aufhalten. Bitte signalisiert freie Sitzplätze mittels Warnblinker“, heißt es in der Mitteilung.

Im Westen Deutschlands werden zunächst keine Gewitter mehr erwartet

Auch in den Nächten zuvor waren in Folge großer Temperaturunterschiede in Europa schon große Gewitter über den Westen und Südwesten gezogen. Damit sei dort nun erstmal Schluss, sagte DWD-Meteorologe Beyer. In der Nacht zu Freitag erwartete der Meteorologe dort zum ersten mal seit mehreren Nächten Temperaturen im einstelligen Bereich. „Da kann Westdeutschland nachts endlich mal wieder richtig durchlüften“.

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Nach den Gewittern in der Westhälfte Deutschlands und der trockenen Hitze im Osten könnte der Donnerstag zumindest zeitweise etwas Entspannung bringen. Eine Kaltfront ziehe von Westen her über Deutschland und bringe eine spürbare Abkühlung in der westlichen Landeshälfte auf um die 20 Grad, sagte der Meteorologe Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Donnerstagmorgen. Gewitter seien dort dann zunächst nicht mehr zu erwarten.

Doch in Ostdeutschland wird es Unwetter geben

Die würden dafür den östlichen Bundesländern bevorstehen – „da wird’s noch mal heftig heute“, sagte Bayer am Donnerstag. Die Gewitter würden in der zweiten Tageshälfte aber auch größere Niederschläge bringen, etwa nach Brandenburg, wo bei Hitze und Trockenheit in den vergangenen Tagen mehrere Waldbrände ausgebrochen waren. Lokal könne es aber auch trocken bleiben und schon am Wochenende werde sich die Waldbrandgefahr ohnehin wieder erhöhen. Bis zu den Gewittern könnten zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen erneut bis zu 31 Grad erreicht werden, sagte Beyer.

Von dpa/RND

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