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Panorama Haus stürzt nach Explosion teilweise ein: Mann lebensgefährlich verletzt
Nachrichten Panorama Haus stürzt nach Explosion teilweise ein: Mann lebensgefährlich verletzt
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22:38 26.06.2019
Unter den Trümmern werden noch Opfer vermutet. Quelle: Kevin Hofmann/APA/dpa
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Wien

Bei einer schweren Explosion eines Mehrfamilienhauses in Wien sind am Mittwochnachmittag mindestens zwei Menschen schwer und rund ein Dutzend leicht verletzt worden. Das teilt die Polizei Wien auf Twitter mit. Ein 35-Jähriger schwebe in Lebensgefahr, er erlitt Knochenbrüche und schwere innere Verletzungen, meldet die Nachrichtenagentur APA. Ein 54-Jähriger wurde von Glassplittern verletzt.

Der Bereich wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt. Auf Twitter bitten die Beamten dazu, den Bereich zu meiden. Die Evakuierungsmaßnahmen der Rettungskräfte dauern aktuell noch an, die Beamten vermuten weitere Menschen in den Trümmern gesucht.

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Rettungskräfte gehen von Verschütteten aus

Vor allem eines der verschütteten Autos trat im Laufe der Bergungsarbeiten in den Fokus: Die Einsatzkräfte vermuten, dass sich mindestens eine Person unter den Trümmern befindet. Suchhunde hätten dort angeschlagen, auch Kratzgeräusche seien registriert worden, bestätigte die Berufsfeuerwehr Berichte des ORF.

Die Polizei vermutet eine Gasexplosion als Auslöser des Unglücks. Ein von Anwohnern aufgenommenes Video vom Unglücksort zeigt, wie Passanten eine offenbar schwer verletzte Person vom Unfallort wegtragen. Die Polizei bat indes, keine Bilder und Videos zu teilen.

Bilder des fünfstöckigen Hauses in der Pressgasse, in dem 42 Menschen in 22 Wohnungen gemeldet sind, zeigen, dass die oberen Stockwerke des Gebäudes komplett weggesprengt sind. Trümmer sind auf Autos gefallen, die Hausfassade bröckelt, Möbel hängen aus der offenen Front. Wie stark auch ein zweites Mehrfamilienhaus betroffen ist, ist noch nicht klar.

Internet-Nutzer bieten Hilfe an

Ein Treffpunkt für Angehörige wurde eingerichtet. Anwohner berichten, dass es gegen 16.30 Uhr einen sehr lauten Knall und eine starke Druckwelle gegeben habe, die auch mehrere Straßenzüge entfernt noch spürbar war.

Auch die soziale Seite der sozialen Netzwerke zeigt sich in dem Fall schnell. Schon kurz nach Bekanntwerden des Unglücks bot ein Wiener unbürokratische Hilfe an: Ein bis drei Personen könnten bei ihm die nächsten Nächte und Tage Obdach bekommen.

Von RND/msk