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Panorama Hildesheimer Krankenpfleger werden noch mehr Sextaten angelastet
Nachrichten Panorama Hildesheimer Krankenpfleger werden noch mehr Sextaten angelastet
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12:52 19.03.2013
Im Klinikum Hildesheim soll ein Pfleger Patienten missbraucht haben - offenbar häufiger als bisher gedacht. Quelle: dpa
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Hildesheim

Der 35-Jährige hat mutmaßlich sechs weitere Sexualstraftaten begangen, wie die Staatsanwaltschaft Hildesheim am Dienstag mitteilte. Der Mann war vor knapp zwei Wochen auf seiner Arbeitsstelle in der Kinderklinik festgenommen worden. Damals war er verdächtigt worden, sich dort an zwei Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren vergangen zu haben, die noch unter dem Einfluss einer Narkose standen. Der Mann soll die Taten aus dem Jahr 2009 gefilmt haben, entsprechende Videos waren beim ihm sichergestellt worden.

Seit 2005 war der Beschuldigte als Krankenpfleger auf der Kinderkrankenstation des Klinikums Hildesheim tätig. Nach den neuen Erkenntnissen soll der Mann sich 2010 an einer weiteren wehrlosen Patientin, die er auf der Kinderstation behandelt hatte, vergangen haben. Zwischen 2009 und 2010 soll der 35-Jährige in der Klinik zudem die Genitalien dreier schlafender oder betäubter Mädchen und Jungen fotografiert haben. Außerdem soll er im selben Jahr und 2011 zwei junge Frauen in einer Wohnung betäubt und missbraucht haben. Diese waren nach bisherigen Erkenntnissen keine Jugendlichen mehr.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schweigt der Mann bislang zu den Vorwürfen. Ob ihm noch neue Taten angelastet werden könnten, ist offen. "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Christina Pannek. Auf schweren sexuellen Missbrauch stünde pro Tat eine Freiheitsstrafe zwischen zwei und 15 Jahren.

Die Ermittler werten derzeit den umfangreichen Datenspeicher des Mannes aus. Vor einem Jahr war dessen Wohnung in Hannover durchsucht worden, nachdem eine junge Frau aus Celle die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte. Ihr gegenüber habe sich der Krankenpfleger als Arzt ausgegeben und ihr wiederholt Blut abgezapft, hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

dapd/dpa

Der Artikel wurde aktualisiert.

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