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Panorama Hitzerekorde, schwere Gewitter und Waldbrände: Meteorologen erwarten weiter extremes Wetter
Nachrichten Panorama Hitzerekorde, schwere Gewitter und Waldbrände: Meteorologen erwarten weiter extremes Wetter
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13:21 05.06.2019
Gewitter über Sachsen. (Archivbild) Quelle: Bernd März/dpa
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Hannover

In Brandenburg herrscht höchste Waldbrandgefahr, in Nordrhein-Westfalen soll in der Nacht zu Mittwoch ein Tornado gewütet haben und in Sachsen und Hessen werden Hitzerekorde gebrochen. Meteorologen gehen davon aus, dass das Wetter in Deutschland auch in den kommenden Tagen extrem bleibt.

„Erst am Samstag rechnen wir damit, dass sich das Wetter beruhigt“, sagt Britta Siebert-Sperl vom Portal „Wetterkontor“. Bis dahin kann es vor allem im Norden und Osten des Landes starken Regen, Gewitter und Sturm geben.

Temperatursturz erwartet

Im Westen von Deutschland soll es am Donnerstag zu einem Temperatursturz kommen. Zwischen Helgoland und Münsterland werden tagsüber Temperaturen von rund 15 Grad erreicht – das sind 15 Grad weniger als noch am Mittwoch gemessen wurden.

„Dieser Temperaturunterschied verursacht extreme Wetterereignisse zwischen Schleswig-Holstein und der Osthälfte Deutschlands“, sagt Siebert-Sperl. Hagel, Sturmböen und Gewitter sind möglich.

Ein Auto liegt in Bocholt nach einem Unwetter auf dem Dach. Quelle: Stadt Bocholt/dpa

Meteorologen schließen weitere Tornados nicht aus

Ob es auch zu einem Tornado kommen kann, wie er in der Nacht zu Mittwoch in Bocholt vermutet wurde, sei unklar. Sogenannte Superzellen seien laut der Meteorologin nicht auszuschließen. Superzellen sind starke Gewitter mit einem rotierenden Aufwind.

Der große Waldbrand nahe der Stadt Jüterbog in Brandenburg ist inzwischen unter Kontrolle. Auch wenn die Temperaturen bis zum Wochenende langsam kälter werden, bleibt die Feuergefahr hoch. In 13 von 14 Landkreisen in Brandenburg gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5.

Rauch steigt während eines Waldbrandes in der Nähe von Jüterbog auf. In Brandenburg waren seit Beginn der Woche mehrere Waldbrände ausgebrochen. Das größte davon, in einem Wald auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog, breitete sich am Dienstag auf eine Fläche von rund 600 Hektar aus. Quelle: Julian Stähle/dpa

Temperaturrekorde für 2019

In den vergangenen Tagen wurden vielerorts in ganz Deutschland die heißesten Tage des Jahres gemessen. Im brandenburgischen Niedergörsdorf wurden schon am Montag 35,1 Grad erreicht, auch in Leipzig zeigte das Thermometer am Mittwoch 35 Grad an.

Damit könnte es ab Donnerstag allerdings vorbei sein. Ab Donnerstagmittag sinken die Temperaturen überall.

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So wird das Pfingstwochenende

Das Pfingstwochenende soll fast überall freundlich werden. Kaum Regen und Wolken bei Temperaturen um die 20 Grad. „Aktivwetter“, wie Meteorologin Siebert-Sperl dazu sagt. Der Pfingstmontag könnte allerdings wieder ungemütlicher werden. Die Experten rechnen damit, dass die Gewittertätigkeit in ganz Deutschland wieder ansteigt.

Dass das Wetter für diese Jahreszeit ungewöhnlich sei, konnte Siebert-Sperl nicht bestätigen. „Für Juni ist das eigentlich normal“, sagt sie.

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Von Jonas Nayda/RND

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